Triathlon
Für Marco Barthel ist ein Ironman nicht mehr genug

Der Windischer Marco Bartel startet morgen am 2. Internationalen Double Ultratriathlon in Neftenbach. Im Ziel wird der 39-Jährige erst am Sonntagmorgen einlaufen.

Elia Diehl
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Marco Bartel in Aktion.

Marco Bartel in Aktion.

zvg

Auf Marco Bartel aus Windisch wartet in Neftenbach wohl der härteste Triathlon der Schweiz. Denn das Rennen geht über die doppelte Ironman-Distanz, also 7,6 km Schwimmen, 360 km Radfahren und zwei Marathons, also 84,4 km Laufen. Auf den Kantonspolizisten warten also 152 Längen im 50-Meter-Becken, 57 Runden auf der 6,315-Kilometer-Radstrecke und deren 42 auf der 2-Kilometer-Laufstrecke.

Der lebhafte 39-Jährige, welcher als Junior EM-Zehnter im Duathlon wurde, nimmt seit 1997 an Ironmans teil. «Ich mache das nur für mich», erklärt der Bewegungsmensch. Er fand darin die Ruhe im Sport, im Gegensatz zur Hektik auf der Kurzdistanz. «Ich kann beim Ironman einen ganzen Tag das Rennen geniessen und Stress abbauen.»

16-mal Ironman Zürich

Nach 20 Teilnahmen hat Bartel aufgehört zu zählen, als Einziger hat er alle 16 Ironmans of Switzerland in Zürich absolviert. «Ich habe jetzt einen Gratis-Startplatz», sagt er schmunzelnd. Mit dem Double Ultratriathlon sucht der aufgeweckte Wahl-Aarauer eine neue, aber einmalige Herausforderung. «Das Schlüsselerlebnis hatte ich vor drei Jahren», erklärt er, als nur ein Monat Vorbereitung für den Ironman reichte. «Ich dachte, das kanns ja eigentlich nicht sein.»

Vorbereitet hat sich Bartel entsprechend mit dem Ironman Zürich 2012. Er trainiert sonst ohne Trainingsplan. «Ich mache einfach, was mir Spass macht», so Bartel, verglichen mit anderen wende er eher wenig Zeit auf. 20 Prozent beträgt die Ausfallquote, für Bartel ist klar: «Ich will danach kein DNF (Did not finish) hinter meinem Namen stehen haben.» Länger als 27 Stunden solle sein Rennen aber nicht dauern. Danach Ferien? Denkste, am Montag trabt er schon wieder zur Wochensitzung an. «Das Problem wird, nachher wieder aus dem Stuhl zu kommen», befürchtet der Polizist.

Mit Adrian Brennwald ist übrigens ein Schweizer Weltrekordhalter (19:50:12). Bartel scherzt: «Der getraut sich aber nicht an den Start – jetzt, da ich komme.»