Boxen
Fünf Medaillen für schlagkräftige Aargauer – Faracis wichtige Revanche

Von fünf Aargauer Boxern kämpften sich vier bis ins Final der Deutschschweizer- und Tessin-Meisterschaften im Amateur-Boxen in Horgen. Der Gippinger Davide Faraci, der nun für den BC Zürich kämpft, bekam dort die Gelegenheit zu einer Revanche.

Pascal Stalder und Philipp Zimmermann
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Davide Faraci gewann die Goldmedaille im Halbschwergewicht.

Davide Faraci gewann die Goldmedaille im Halbschwergewicht.

Keystone

Die erst 18-jährige Lena Enkerli (Boxschule Gebenstorf) traf im Finale auf die routinierte Emma Payne. In einem intensiven Kampf unterlag Lena Enkerli nach Punkten, gewann die Silbermedaille und zeigte damit, welch enormes Potenzial in ihr steckt.

Egzon Maliqaj traf im Weltergewicht auf den stürmischen Berner Michael Kurmann. Der Kampf lag auf Messers Schneide, bis Egzon in der letzten Runde eine Cut-Verletzung über dem rechten Auge erlitt. Dadurch war sein Sichtfeld beeinträchtigt und der Berner konnte nochmals aufdrehen. Der Kampf wird mit nur 2:1 Punktrichterstimmen für Kurmann entschieden und Maliqaj musste sich mit der Silbermedaille zufrieden geben.

In einem hitzigen Kampf im Schwergewicht gewann Stefan Rumpold (Boxclub Brugg) die Goldmedaille gegen seinen Kontrahenten aus Luzern. In der letzten Runde rettete der Gong den Luzerner vor dem K.O., nachdem er zweimal vom Ringrichter angezählt werden musste.

Im Superschwergewicht trat Labinot Xhoxhaj für die Boxschule Gebenstorf an. Er gewann seine Viertel- und Halbfinalkämpfe klar nach Punkten. Der Powerpuncher aus Gebenstorf machte auch im Finalkampf mit harten Schlägen mächtig Druck. Trotz bravouröser Gegenwehr musste sich sein Gegner aus Winterthur schliesslich geschlagen geben und der Ringrichter brach den Kampf in der dritten Runde ab. Xhoxhaj gewann die Goldmedaille durch ein technisches K.O.

Bronzemedaille erreicht Alejandro Melendez (Boxclub Brugg) im Halbweltergewicht.

Faraci nimmt Revanche

Davide Faraci, Ex Boxring Baden und neu beim BC Zürich, errang im Halbschwergewicht (bis 81 kg) ebenfalls die Goldmedaille. Für ihn war das ein besonders wichtiger Sieg. Er nahm dort Revanche für die Finalniederlage an der Schweizer Meisterschaft im letzten Jahr gegen den Zürcher Uke Smajli. «Diese Niederlage verfolgte mich lange...», schreibt er auf seiner Facebook-Seite. «Endlich bekam ich eine Revanche und diesmal habe ich gewonnen und konnte mich gleich mit dem Titel krönen lassen.»

Nach einer Handverletzung im letzten Jahr hatte er über ein halbes Jahr lang pausieren müssen und wechselte dann in die höhere Gewichtsklasse. Und schon wenig später nach seiner Rückkehr ins Training entschloss er sich, an den Schweizer Meisterschaften teilzunehmen. «Das war wohl ein bisschen voreilig, denn nach so einer langen Pause benötigt man zwingend eine Aufbauphase», sagt Davide Faraci.

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