Curling-EM

Für Silvana Tirinzoni ist der WM-Titel keine Bürde: «Ich bin glücklich, wenn ich an diesen Moment zurückdenke»

Auch nach dem Weltmeistertitel noch auf Erfolgskurs? Das Team Tirinzoni will in Schweden weiterhin überzeugen.

Auch nach dem Weltmeistertitel noch auf Erfolgskurs? Das Team Tirinzoni will in Schweden weiterhin überzeugen.

Auch nach dem im Frühjahr gewonnenen Weltmeistertitel bleibt das Team Tirinzoni hungrig. An der Curling-EM in Schweden will das Team rund um Skip Silvana Tirinzoni erneut überzeugen und den nächsten Erfolg feiern.

Bei den Frauen ist vor dem Start der Europameisterschaft nahezu alles wie immer - den WM-Titel mal aussen vor gelassen. Im Gegensatz zu den Männern von Team Schwaller ist sich das Frauenteam rund um Skip Silvana Tirinzoni den Auftritt auf der grossen Bühne nämlich gewohnt. Die Mitglieder des «CC Aarau» gewannen an der letzten EM die Silbermedaille und reisen nach ihrem Triumph Anfang des Jahres nun als Weltmeisterinnen ins schwedische Helsingborg.

Die Teilnahme an der Europameisterschaft wurde von Anfang an in den Saisonplan integriert, der dementsprechend vollgepackt ist. «Es wurde alles darauf ausgelegt, dass wir an der Europameisterschaft unsere beste Leistung zeigen können», sagt die 40-jährige Zürcherin Tirinzoni.

«Wir haben uns dazu entschlossen, recht viel zu spielen und haben schon ein paar Wettkämpfe in den Beinen. Ich glaube aber, dass uns dies zugute kommen wird.» Trotz der kräftezehrenden Reiserei möchte sie die strenge und intensive Zeit mit diversen Wettkämpfen in Korea und Kanada letztlich nicht missen: «Ich bin der Meinung, dass man in den Wettkämpfen mehr über sich selbst und das Team erfährt als im Training. Vieles kann man dort überhaupt nicht simulieren.»

Trotz guter Leistungen nicht der Topfavorit

Auch ihren lange ersehnten Weltmeistertitel will Tirinzoni auf keinen Fall hergeben. Obwohl sie damit rechnet, dass die restlichen Teams in den Duellen nun anders auf sie zugehen werden, empfindet sie den Titel in Hinblick auf den Leistungsdruck nicht als Bürde. «Mich belastet das überhaupt nicht. Im Gegenteil: Ich bin jedes Mal glücklich, wenn ich an diesen Moment zurückdenke. Für mich hat das überhaupt nichts mit Druck zu tun», sagt sie.

Ihrer Favoritenrolle ist sie sich dennoch bewusst. Auch, weil ihr Team in der laufenden Saison bisher immer wieder glänzen und zeitweise gar den ersten Platz in der Weltrangliste übernehmen konnte.

Ohne grosse Zweifel reist sie nun mit ihrem Team nach Schweden: «Dadurch dass der Erfolg immer irgendwie da war, hat es einem ein gutes Gefühl und viel Selbstvertrauen gegeben.» Dennoch will sie sich und ihr Team nicht als Titelanwärter Nummer eins nennen: «Schweden ist als Olympiasieger an der Heim-EM noch ein bisschen höher einzuwerten.»

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