Andererseits holt er sich momentan noch die Spielpraxis in der 1. Liga beim HV Olten. Zudem absolviert Suter Stützpunkttrainings in der U19-Nati in Zürich. Im Klartext bedeutet das dreimal Training im Kraftraum und sechsmal Hallentraining pro Woche.

Ein anstrengender Alltag für den Sport-Kantonsschüler. Suter relativiert aber: «Klar ist es manchmal anstrengend, aber dank den Sportlerurlauben, die wir an der Kanti praktisch unbegrenzt beziehen können, geht das schon.» In strengen Zeiten wird dann auch ab und an ein Training ausgelassen.

Kontaktsportart favorisiert

Aus Suter hätte durchaus auch ein guter Tennis- oder Golfspieler werden können. Im Alter von zwölf fiel der Entscheid zwischen Tennis und Handball zugunsten für letztere Sportart aus. «Mir gefällt der Teamgedanke. Und ich brauche einen Sport mit Körperkontakt, um Dampf ablassen zu können», sagt der 17-Jährige und schmunzelt. Das schnelle Spiel, welches rasche Entscheidungen fordert, komme ihm sehr entgegen, beschreibt der Aarauer seine Faszination für Handball.

Dass Suter auf dem richtigen Weg ist, zeigte sein NLA-Debüt just an seinem 17. Geburtstag. «Das war schon etwas Besonderes. Zumal es erst noch gegen die Kadetten Schaffhausen war», blickt er zurück. «Und es war eine Genugtuung, dass sich das harte Training ausbezahlt hat. Ein weiteres Highlight in seiner noch jungen Sportlerkarriere war die Teilnahme an der Jugendolympiade im letzten Sommer im türkischen Trabzon.

In der NLA Fuss fassen

Schon nur das Einlaufen in der ausverkauften Halle sei ein Erlebnis sondergleichen gewesen. Ins Schwärmen gerät Suter auch, wenn er an den Victors-Cup, welcher in Merzig (De) stattfand, zurückdenkt. Mit der U19-Nationalmannschaft erreichte er dank einem Sieg 22:20-Sieg gegen Island den dritten Rang.

In bester Erinnerung bleibt das Spiel gegen Dänemark vor einer gewaltigen Kulisse, die man sich hier in der Schweiz nur wünschen könne. In grossen Schritten geht es nun mit der U19-Nati Richtung EM-Qualifikation, wobei die Schweizer als Gruppenfavoriten gehandelt werden.

In zwei bis drei Jahren will Suter in der NLA definitiv Fuss fassen und als Leistungsträger auf dem Platz stehen. «Die deutsche Bundesliga ist natürlich ein Traum, aber es wird sehr schwierig, so weit zu kommen», sagt Suter, der seinem Idol Andi Schmid, der bei den Rhein-Neckar Löwen auf Torejagd geht, nacheifert. «Um das zu schaffen, muss ich aber endlich mehr Tore schiessen.»