NLB Rundenkommentar

Für die Aargauer Handballer wird es eng - nach oben und nach unten

Die Endinger, hier Leonard Pejkovic, verloren gegen Basel und verpassen damit wohl den direkten Aufstieg.

Die Endinger, hier Leonard Pejkovic, verloren gegen Basel und verpassen damit wohl den direkten Aufstieg.

Während die Endinger ihre Chance auf den direkten Aufstieg mit der Niederlage gegen Basel wohl vergeigten, stecken Möhlin und Zofingen am anderen Ende der Tabelle mitten im Abstiegskampf.

Der TV Endingen kann sich nach der knappen 23:24-Heimniederlage gegen den RTV Basel den direkten Aufstieg in die Nationalliga A wohl abschminken. Wie sagte Christian Villiger, ehemaliger Goalie und Verwaltungsrat der GoEasy Arena, doch so schön: «Es wäre der perfekte Zeitpunkt, um aufzusteigen.»

Doch diesen müssen die Surbtaler wohl über die Zusatzschleife der Barrage anstreben. Im Moment könnte dies auch das äusserst brisante Duell gegen den HSC Suhr Aarau bedeuten. Die Endinger empfangen am Mittwoch in Würenlingen den TV Steffisburg und in der letzten Runde müssen sie in Altdorf antreten.

Aber auch ganz unten wird es für die Teams aus dem Rüebliland so richtig ungemütlich: Der TV Möhlin verlor zu Hause gegen die Genfer aus Chenois mit 27:32. Und der TV Zofingen kam gegen die zweite Mannschaft der Kadetten in Schaffhausen mit 31:19 so richtig unter die Räder. Damit bleiben sowohl die Fricktaler als auch die Thutstädter in akuter Abstiegsgefahr.

Siggenthaler im Aufwind

Am Tabellenende figurieren gleich fünf Teams mit nur zwei Punkten Abstand, darunter auch Möhlin und Zofingen, die nur dank des besseren Torverhältnisses nicht auf einem Abstiegsplatz liegen. Möhlin spielt morgen am Bodensee gegen Kreuzlingen und der TV Zofingen empfängt die HSG Siggenthal / Vom Stein Baden zu einem weiteren Derby.

Einzige sorgenfreie Teams sind der STV Baden und die Siggenthaler, welche gleich hinter dem Spitzentrio liegen. Auch wenn die Stadtturner in der Zentralschweiz gegen den KTV Altdorf mit 25:31 den Kürzeren zogen, zeigt die Mannschaft von Neo-Trainer Björn Navarin eine starke Saison.

Die Siggenthaler bezwangen Horgen knapp mit 25:24. Das dürfte natürlich den scheidenden Trainer Peter Szilagyi freuen, aber auch Möhlin und Zofingen. Denn dadurch konnte Horgen nicht vorentscheidend davonziehen. Die HSG war die einzige Aargauer Mannschaft, welche in dieser drittletzten Runde punkten konnte. Alle anderen Teams verloren.

Aargauer top oder flop?

Auch neben dem Spielfeld hat die HSG Siggenthal gute Nachrichten zu vermelden: Manuel Lässer, der sich im Spiel gegen Altdorf schwer am Kopf verletzte, geht es besser und es bleibt zu hoffen, dass er keine Folgeschäden davontragen wird. Die ganze Handballfamilie aus dem Aargau wünscht ihm gute Besserung.

Aber auf dem Feld dürfte das Zittern bis zur letzten Sekunde dieser Spielzeit weiter gehen. Es könnte eine Traumsaison für den Aargauer Handball werden, wenn sich alle Teams in der NLB halten, der TV Endingen den Aufstieg schafft und der HSC Suhr sich im Oberhaus hält. Es könnte aber auch eine wahre Albtraumsaison werden, mit mehreren Abstiegen aus der NLA und der NLB sowie einem verpassen Aufstieg.

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