Eishockey

Fünf Sekunden vor Schluss verspielten die «Stars» den verdienten Lohn

Am Ende resultierte für Thomas Wälti und seinen Kollegen gegen Burgdorf vor allem viel Frust.

Am Ende resultierte für Thomas Wälti und seinen Kollegen gegen Burgdorf vor allem viel Frust.

Die Argovia Stars verlieren das 1.-Liga-Heimspiel gegen Favorit Burgdorf mit 1:2. Der entscheidende Treffer fiel fünf Sekunden vor Schluss. Gemessen am Spielverlauf ein herber Schlag für die Gastgeber.

Es war wieder so ein «Spiel der Psyche» für die Aarauer. Nach zwischenzeitlich drei Siegen in Folge, zeigt der Trend der Argovia Stars nach zuletzt zwei Niederlagen nach unten. Burgdorf war gestern also so etwas wie der Wegweiser für die kommenden Partien – und ein unbequemer noch dazu. Mit zwei 3:0-Siegen im Gepäck – darunter gegen Ligakrösus Zuchwil Regio – reisten die Emmentaler mit breiter Brust nach Aarau.

Die derzeitige Leichtigkeit des Seins brachten die Gäste von Beginn weg aufs Eis. Immer und immer wieder rannten die Berner an und schnürten den Gastgeber in der eigenen Zone ein. Ein gefühltes Powerplay. Aarau versuchte mit der «Nadelstich-Taktik» dem Favoriten ein Schnippchen zu schlagen. Vergeblich. Aber auch Burgdorf biss sich an den Stars die Zähne aus. Chancen ja, und Tore? Noch nicht. Wegen eines bunten Mixes aus einem stark aufspielenden Aarau-Schlussmann Kevin Eisenring, fehlender Berner Cleverness oder beherzter Abwehrarbeit. So gingen die Stars mit einem schmeichelhaften 0:0 in die Kabine.

Erste Treffer im Mitteldrittel

Burgdorf drückte auch im zweiten Drittel auf den Führungstreffer. Das Heimteam intensivierte seinerseits ebenfalls die Offensivbemühungen und brachte damit etwas Dampf in den Aarauer Eisschrank.

In der 28. Minute waren es dennoch die Emmentaler, die nach einem Pfostenschuss am schnellsten reagierten und den Puck ins Netz schoben – 0:1. Doch die Aarauer zogen ihre Linie durch und hielten weiter stark dagegen. Der verdiente Lohn war Daniel Eichenbergers Weitschuss-Treffer im Powerplay in der 36. Minute. Daraufhin wurde die Partie zu einem offenen Schlagabtausch, Aarau mit weiteren Grosschancen, Burgdorf scheiterte im Gegenzug am Pfosten. Aus dem Anfangsdampf entwickelte sich allmählich ein kleines Feuerwerk auf dem Eis.

Gastgeber näher am Sieg

Im Schlussdrittel übernahmen dann die Aarauer immer mehr das Kommando. Der Führungstreffer lag förmlich in der Luft. Chancen über Chancen, das Blatt schien sich endgültig gewendet zu haben. Burgdorf wirkte überrascht, unsicher, überfordert. Trotzdem waren es am Ende die Gäste, die jubeln konnten. Fünf Sekunden vor der Schlusssirene sicherte sich Burgdorf die drei Punkte – ein Hohn für die Aarauer, die im Minimum einen Punkt verdient gehabt hätten.

Gemischte Gefühle

Was für die Argovia Stars bleibt, sind gemischte Gefühle. Zum einen wurde deutlich, dass der Erstligist an guten Tagen mit den Spitzenteams mithalten kann, zum anderen wurde ebenfalls deutlich, dass es noch an der nötigen Klasse fehlt, um solche Spiele letztlich auch gewinnen zu können. «Es ist frustrierend, wie oft wir nur mit einem Tor Unterschied verlieren. Mit der nötigen Cleverness sähe vieles anders aus», sagte Aarau-Trainer Daniel Meier nach dem Spiel. Von fehlendem Glück will Meier nicht sprechen. «Wir brauchen einfach zu viele Chancen für ein Tor.»

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