Eishockey

Fünf-Minuten-Strafe bricht den Stars das Genick

Im neuen Jahr bleibt alles beim Alten – Die Argovia Stars verlieren auch das erste Spiel der unteren Masterround gegen Thun mit 2:6.

Nach der verkorksten Qualifikation, in der die Argovia Stars lediglich den enttäuschenden neunten Platz belegten, wollten sie sich im ersten Spiel der unteren Masterround gegen den EHC Thun rehabilitieren. Der Auftakt ins erste Spiel im neuen Jahr verlief vielversprechend. Bereits nach etwas mehr als drei Minuten konnte Bracher von einem Aussetzer des Thuner Schlussmanns profitieren, der hinter dem eigenen Tor den Puck an Aaraus Gisin verlor. Doch die Führung war schmeichelhaft für die Aarauer, die gestern Abend gegen die punktgleichen Gäste von Assistentrainer Peter Hofmann betreut wurden. Headcoach Daniel Meier wurde von der Liga für zwei Spiele gesperrt und verfolgte die Partie von der Tribüne aus.

Nach der Führung bekundeten die Argovia Stars wiederholt Mühe, die Scheibe in der eigenen Hälfte unter Kontrolle zu bringen. So waren es die Thuner Boss und Zürcher, die die Gäste innerhalb von zwei Minuten in Führung schossen. Kurz vor Drittelsende kam es für die Aarauer, die sich nach dem Rückstand steigern konnten, noch dicker. Thuns Stürmer Brunner erzielte mit einem eleganten Lupfer das 3:1.

Anschluss weckt Hoffnungen

Die Argovia Stars mussten reagieren. Das gelang im zweiten Abschnitt zumindest ansatzweise. Die Aarauer konnten das Spiel beruhigen und standen in der Defensive sicherer als zu Beginn. Über weite Strecken war jedoch die Schlägerei zwischen Dünser und Lüthi der emotionale Höhepunkt. Dann aber bot sich den Aarauern kurz vor der Pause in doppelter Überzahl die goldene Chance, den Anschlusstreffer zu erzielen. Eichenberger gelang dies mit einem satten Distanzschuss. Lag im Schlussabschnitt noch die Wende drin?

Zumindest die ersten Spielminuten nährten die Hoffnungen des Heimpublikums. Zuerst konnten die Gastgeber in Überzahl spielen und in der Folge erarbeiteten sie sich in einem unterhaltsamen Schlussdrittel mehrere gute Ausgleichschancen. Doch dann musste Dünser im ungünstigsten Augenblick wegen eines Kniestichs für fünf Minuten in die Kühlbox. Damit endete die stärkste Aarauer Phase und den Gästen gelang kurz darauf die erneute 2-Tore-Führung. Die Entscheidung war gefallen. Die Aarauer Spieler waren bedient.

Die Strafe ist Schuld

Dass die Thunern danach innerhalb von nur 23 Sekunden zwei weitere Treffer erzielten, war lediglich Resultatkosmetik. «Die 5-Minuten-Strafe hat uns das Genick gebrochen. Davor waren wir näher am Ausgleich als sie am 4:2», analysierte Hofmann und betonte, dass jetzt der Charakter des Teams gefragt sei, wenn die Saison nicht in vier Wochen schon vorbei sein soll.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1