Unihockey
Frust-Weekend von Joni, Luki und Fige des Aargauer Elite-Unihockeys

1:10, 4:8, 4:8 – es war nicht das Wochenende für das Aargauer Elite-Unihockey. Dem NLB-Klub Lok Reinach droht nach dem 1:10-Desaster in der Barrage gegen Sarnen die Verbannung in die sportliche Anonymität.

Daniel Weissenbrunner
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Geht nun im GC-Dress auf Torejagd: der Ex-Reinacher Philipp Merki. alexander Wagner

Geht nun im GC-Dress auf Torejagd: der Ex-Reinacher Philipp Merki. alexander Wagner

Der Traditionsverein benötigt in der Best-of-3-Serie nun unbedingt zwei Siege, um dem Abstieg in die 1. Liga zu entrinnen.

Resultatmässig nicht besser erging es den Grasshoppers. Die Zürcher, die mit einem halben Dutzend ehemaligen Spielern aus Reinach ausgestattet sind, liegen gegen Wiler-Ersigen im Playoff-Final nach zwei 4:8-Niederlagen scheinbar aussichtslos im Hintertreffen.

Philipp Merki, Lukas und Jonas Wittwer haben die Niederlagen zünftig aufs Gemüt geschlagen. Die drei Aargauer in Diensten der Grasshoppers gehören zur geballten Schar mit Reinacher Vergangenheit. Zusammen mit Otto Moilanen und Goalietrainer Fernando Cazzato haben Fige, Luki und Joni auf diese Saison von der Wyna an die Limmat gewechselt. Denselben Schritt vollzog Cheftrainer Magnus Svensson bereits vor zwei Jahren.

Viel Aufwand und wenig Ertrag

«Es ist enttäuschend, was in Reinach momentan geschieht», beurteilt Philipp Merki die dramatische Lage des Vereins. Der 22-jährige Student der Umweltwissenschaften bekommt die Misere nahe genug mit. Sein älterer Bruder Michael spielt nach wie vor bei Lok. Die grosse Frustration machte sich beim Wohler Merki und seinen Teamkollegen aber vor allem wegen der eigenen Leistungen breit.

Die Grasshoppers konnten die hochgesteckten Erwartungen in der Finalserie gegen Wiler-Ersigen bisher nicht erfüllen. Die Zürcher sind mit der festen Absicht in die Meisterschaftsentscheidung gestiegen, die jahrelange Dominanz der Berner zu beenden. Nach zwei Partien präsentiert sich ein anderes Bild. GC liegt in der der Best-of-7-Serie 0:2 im Rückstand. «Woran es liegt, ist schwierig zu sagen», erklärt Jonas Wittwer sichtlich ratlos. «Wir betreiben einen riesigen Aufwand für wenig Ertrag», so der 20-jährige Schlussmann.

«In Spiel 3 muss ein Erfolg her»

Für ihn und seinen Bruder Lukas steht der Playoff-Final diametral zum bisherigen Saisonverlauf. Zusammen mit Philipp Merki haben sich die Birmenstorfer beim Spitzenklub auf Anhieb durchgesetzt und einen Stammplatz erkämpft. «Wir haben in unserer Entwicklung einen grossen Schritt nach vorne gemacht», sagt Lukas Wittwer. Beleg dafür ist seine persönliche Ausbeute. Nach Anlaufschwierigkeiten konnte sich der 21-jährige Wirtschaftsstudent laufend verbessern und gehört in den Playoffs zu den verlässlichen Punktesammlern seines Teams.

Gelegenheit, den zwiespältigen Eindruck der ersten beiden Spiele zu korrigieren, bietet sich Lukas Wittwer und seinen Reinacher Kollegen am Samstag. «In Spiel 3 muss ein Erfolg her», sagt er kämpferisch. «Die Partie wird darüber entscheiden, ob wir nochmals in die Serie zurückfinden.»

Das gleiche gilt für ihren ehemaligen Klub. Auch Lok Reinach hilft am Ostersamstag gegen Sarnen nur noch ein Sieg.