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Frostige Sieger zum Saisonauftakt – Strassensaison 2018 in Rüfenach gestartet

Mit der Aargauer Challenge wurde in Rüfenach bei Brugg die Rad-Saison 2018 auch in der Schweiz gestartet. Bei frostigen Temperaturen gingen 180 Rennfahrerinnen und Rennfahrer an den Start.

Das Hauptrennen wurde eine Beute von Mauro Schmid (Steinmaur). Bei den Junioren gewann Alexandre Balmer (La-Chaux-de-Fonds). Bei den Anfängern siegte Loris Hochstrasser (Mendrisio) im Spurt. Das Rennen der Frauen-Elite gewann Sandra Weiss (Sulz). Beim Frauen-Nachwuchs schwang Lara Stehli (Cham-Hagendorn) obenaus.

Die Rennen von Rüfenach waren keine Fahrt in den Frühling. Vielmehr war es am Sonntag rund um Brugg empfindlich kalt. Vor allem am Sonntagmorgen lag das Thermometer bei den ersten Starts in der Nähe der Null-Grad-Grenze. Da die Rundstrecke jedoch trocken war, fanden die Rennfahrerinnen und Rennfahrer zwar kalte, jedoch reguläre Bedingungen vor. Die im Verlaufe des Tages immer stärker werdende Bise setzte den Zuschauern fast mehr zu als den Rennfahrern.

Balmer und Weiss gewinnen zum Auftakt

Zu den ersten Siegern der Saison 2018 konnten sich der Junior Alexandre Balmer und die Amazone Sandra Weiss ausrufen lassen. Balmer holte sich in dem animiert verlaufenen Rennen mit einem Vorsprung von 35 Sekunden einen ungefährdeten Sieg. Der Neuenburger vermochte sich in der letzten von neun Runden aus einer Zwölferspitzengruppe abzusetzen und holte sich einen klaren Sieg. Mit Robin Ender (Sulz) kam nicht nur einer der Lokalmatadoren, sondern auch einer der Animatoren des Juniorenrennens auf den vierten Rang.

Die Elite-Kategorie der Frauen bestritt kein separates Rennen. Die Elite-Fahrerinnen fuhren vielmehr bei den Junioren mit. Klassiert wurden die Frauen jedoch separat. Die besten Frauen versuchen deshalb möglichst lange mit den Junioren mitzuhalten. Am Schluss waren es sechs Fahrerinnen, die das Ziel im Feld der Junioren erreichten. Von ihnen spurtete Sandra Weiss (Sulz) am besten und holte sich vor Désirée Ehrler (Cham) und der Deutschen Sarah Scharbach den Sieg.

Mit diesem Sieg übernahm Weiss die Führung im Schweizer Frauencup, der diese Saison zum 20. Male ausgetragen wird. «Dieser Sieg stellt mich auf. Ich wusste, dass ich nicht zu früh mit dem Spurt beginnen durfte. Ich blieb am Hinterrad einiger Junioren und konnte so Désirée Ehrler hinter mir lassen», freute sich die Fricktalerin über ihren Sieg.

Christen auf dem zweiten Rang  

Da die Anfänger, der Frauen-Nachwuchs und die Amateure/U-23/Masters am Saisonauftaktrennen erst nach den Junioren und Frauen ins Rennen gingen, waren Alexandre Balmer und Sandra Weiss die ersten Sieger der Saison 2018. Bei den Anfängern kam es zu einer Spurtentscheidung. Der Tessiner Loris Hochstrasser (Mendrisio) schlug im Endspurt Fabio Christen (Klingnau) und Lars Sommer (Gossau SG).

Das Rennen des Frauen-Nachwuchses wurde eine Beute von Lara Stehli (Cham-Hagendorn). «Mit dem zweiten Rang bin ich zufrieden. Zu Saisonbeginn weiss man nie so recht, wo man steht», zog der Zurzibieter Christen über seinen Erststart in der Saison 2018 eine zufriedenstellende Bilanz.

Schmid gewinnt ebenfalls solo

Die Prüfung der Amateure/U-23/Masters wurde von Mauro Schmid vom VC Steinmaur dominiert. Schmid setzte sich schon in einer der ersten der elf Runden zusammen mit dem Tessiner Mauro Genini (Mendrisio) und Junioren-Bahn-Schweizermeister Alex Vogel (Elgg) von der Konkurrenz ab. Dieses Trio, das letztes Jahr noch bei den Junioren gefahren war, holte rasch einen Vorsprung von zwei Minuten heraus. Ans Spitzentrio kam das Feld nicht mehr heran.

Im Gegenteil: Bei der zweitletzten Passage der Steigung nach Hinterrain, dem Haupthindernis des Rundkurses von Rüfenach, steigerte Schmid das Tempo und setzte sich von seinen beiden Fluchtgefährten ab. Der Steinmaurer legte die verbleibenden elf Kilometer bis ins Ziel alleine zurück. Mit einem Vorsprung von nahezu zwei Minuten holte er sich letztendlich einen klaren Sieg. «Ich wollte es nicht auf einen Spurt ankommen lassen. Zudem hatte ich in der Endphase kalt, weshalb ich noch einen Zacken zusetzte. Das mir damit der Sieg gelang, freut mich natürlich», stellte Schmid am Ziel zufrieden fest. Als bester Aargauer kam Iwan Hasler (Gipf-Oberfrick) auf den zwölften Rang.

Dillier als Zuschauer

Mit der Aargauer Challenge ist der Start in die diesjährige Strassensaison in der Schweiz erfolgreich gelungen. Die frostige Witterung verhinderte zwar, dass das Saisoneröffnungsrennen zu einem Zuschauererfolg wurde. Einige Unentwegte trotzten Kälte und Bise und liessen es sich nicht nehmen, den Saisonauftakt vor Ort zu verfolgen. Mit Profi-Schweizermeister Silvan Dillier, der im Moment wegen der Verletzung am kleinen Finger der linken Hand nur trainieren, jedoch keine Rennen bestreiten kann, sah die

Saisoneröffnungsprüfung auch für einen prominenten Zuschauer am Strassenrand. Wann der in Ehrendingen wohnhafte Schneisinger wieder ins Renngeschehen eingreifen kann, ist im Moment ungewiss: «Mein Finger muss zuerst wieder ganz geheilt sein. Ich verpasse so zwar einige klassische Rennen. Ich hoffe jedoch, dass ich nachher um so stärker zurückkomme.»

Aufgalopp mit Trainingsrennen

Der Aufgalopp zur diesjährigen Aargauer Challenge wurde am Samstag mit einem Trainingsrennen gemacht. Der Zürcher Oberländer Biker Konny Looser (Hinwil) gewann vor dem Elite-Fahrer Lukas Rüegg (Hittnau). Die Radsportler aus dem Aargau hielten bei den Senioren vorne mit und belegten durch Manfred Thumann (Lengnau), Dany Hirs (Gippingen) und Felix Widmer (Ehrendingen) gleich die drei ersten Plätze in dieser Kategorie.

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