Der TV Möhlin verlor bereits im September das Heimspiel gegen Baden mit 23:25. Damals hatte Möhlin die erste Halbzeit dominiert, dann aber in der zweiten Halbzeit den Sieg verspielt. Man konnte daher damit rechnen, dass Möhlin eine Rechnung mit dem aargauer Rivalen offen hatte und sich für die ärgerliche Niederlage im Hinspiel revanchieren wollte. Auch der Heimmannschaft war diese Begegnung im September aber offenbar noch präsent, denn die Badener zeigten sich kampfbereit und starteten völlig unbeeindruckt in die Partie.

Neun Tore in vier Minuten

Oliver Mauron, der an diesem Abend mit sieben Toren zweitbester Torschütze der Möhliner war, eröffnete die Torejagd in dieser Partie, doch der STV Baden behielt in den darauffolgenden Minuten die Nase stets knapp vorne. Als Torhüter Rok Jelovcan gleich drei Abschlüsse der Gegner in Folge parierte, nutzten Maurice Meier und Sandro Soder ihre Chancen im Abschluss und brachten Möhlin nach 12 Minuten mit 5:7 in Führung. Baden liess sich aber nicht beirren und glich die Partie bis zu 15. Minute bereits wieder aus (7:7).

Analog zu Jelovcans Paraden entschärfte auch Marco Wyss im Tor der Badener gleich vier der nächsten fünf Möhliner Abschlüsse und ermöglichte es so seinen Vorderleuten, die Führung auf 12:8 auszubauen. Nach einem Timeout entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, denn in nur drei Minuten und vierzig Sekunden erzielten die beiden Teams nun ganze neun Tore. Möhlin profitierte von dieser rasanten Spielweise und konnte im Anschluss mit dem letzten Treffer vor der Pause den Rückstand auf 16:14 verkürzen.

Blitzstart nach der Pause

Die Fricktaler waren mit ihrer ersten Halbzeit sichtlich nicht zufrieden und kamen nach der Pause umso entschlossener zurück. Innert nur sechs Minuten rangen die Möhliner der Heimmannschaft vier Fehlschüsse ab und ergatterten sich sogleich eine Zwei-Tore-Führung zum 16:18 (36’). Doch erneut liess sich Baden nicht abschütteln und kämpfte sich in das Kopf-an-Kopf-Rennen mit Möhlin zurück.

Beide Teams loteten die Linie der Schiedsrichter recht genau aus und es fehlte in der verbleibenden, durchaus hektischen Spielzeit auch nicht an Gehässigkeiten und Provokationen. In der hart umkämpften Partie mehrten sich daher auch die Zeitstrafen und die erhöhte Intensität schlug sich auch in einer zunehmenden Fehlerquote nieder.

Überhastete Abschlüsse

Möhlin verteidigte trotz aller Hektik die Führung bis fünf Minuten vor Schluss. Doch dann verspielten die Fricktaler eben durch solche individuellen Fehler und überhastete Abschlüsse im Angriff die Führung und ermöglichten es dem Gegner sogar, mit 30:28 in Führung zu gehen (58’). Mit nur ein bisschen mehr als zwei Minuten Spielzeit auf der Uhr schien die Partie verloren. Nach einem Tor von Marcus Hock in der 59. Minute kam aber noch einmal Spannung auf, als Möhlin den Badenern 52 Sekunden vor Schluss mit einer offensiven Manndeckung den Ball abnehmen konnte. Im direkten Gegengriff scheiterten die Gäste zwar an Torwart Wyss, bekamen aber einen letzten Freistoss zugesprochen und so eine letzte Gelegenheit, die Partie doch noch auszugleichen. Marcus Hocks Schuss wurde aber vom Badener Verteidigungsblock abgelenkt und so konnte Wyss den Badener Sieg problemlos festhalten.

Im nächsten Spiel treffen die Möhliner am Samstag, 11. Februar, um 19 Uhr zu Hause auf Birsfelden. (AZ)