Fussball
Frick gelingt Überraschung - Sieg gegen Windisch

Der Tabelllenführer verliert überraschend gegen den starken FC Frick mit 0:2. Der Wintermeister Windisch konnte sich nicht durchsetzen.

Hannes Hurter
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Spektakuläre Rettungsaktion von Windischs Dario Pagnucco (rechts) gegen Fricks Marc Kessler (links)

Spektakuläre Rettungsaktion von Windischs Dario Pagnucco (rechts) gegen Fricks Marc Kessler (links)

Alexander Wagner

Der FC Frick sorgte zum Rückrunden-Start in der 2. Liga für eine dicke Überraschung, indem er Tabellenführer Windisch 2:0 besiegte. Mit Christoph Deiss (34) und Roger Herzog (19) erzielten der älteste und der jüngste Fricker Spieler die Tore zum zweiten Heimsieg der Saison. «Ein Sieg gegen den Leader ist schon eine wunderbare Sache», sagte Frick-Trainer Marius Puiu, der sein Team hervorragend auf den höher dotierten Gegner einstellte und mit einem Minimum an Chancen das Maximum herausholte.

Während Frick mit praktisch unverändertem Kader überwinterte, kompensierte Windisch die Abgänge von Adili und Murati (Brugg) mit den Verpflichtungen von Pagnucco (Argentinien), Topal (Suhr), Bushati, Wiederkehr, Winkler und Iljazi (alle Würenlos).

Wenig Torchancen

Frick nutzte gleich die erste Möglichkeit zur Führung, als Deiss nach einer Viertelstunde der Windisch-Verteidigung entwischte und den Konter erfolgreich abschloss. In der Folge fand der Tabellenführer gegen die kompakte Fricker Defensive kein Mittel und erspielte sich nur wenige Torchancen.

FCF-Torhüter Manuel Winter, der aufgrund der Personalnot nach zwei Jahren reaktiviert wurde und erst wenige Tage vor dem Rückrundenstart zum Mannschaftstraining hinzustiess, hatte jedenfalls weniger zu tun als befürchtet.

Kontertaktik

Im zweiten Umgang riss Windisch das Spieldiktat noch mehr an sich, im Strafraum hatten die Platzherren jedoch alles im Griff. Zu hektisch und zu umständlich waren die Windischer Angriffsbemühungen. Frick wehrte sich nach Kräften und erzielte nach 70 Minuten den zweiten Treffer. Herzog tankte sich in den Sechzehner und chippte das Leder zum 2:0 in die Maschen.

In der Schlussphase hatten Kessler und Patera gar noch den dritten Treffer auf dem Fuss. Puius Kontertaktik ging auf: «Wir waren besser organisiert als der Gegner», sagte der ehemalige rumänische Profifussballer. Am Saisonziel Ligaerhalt ändert sich trotz Zehn-Punkte-Polster auf die Abstiegszone und dem Vorrücken auf Rang sechs vorerst aber nichts.

Niederlage nach fünf Siegen

Auf der anderen Seite hat sich Federico Valente seinen Einstand als Windisch-Trainer anders vorgestellt. Der Tabellenführer verlor nach zuletzt fünf Siegen in Serie erstmals. «Wir haben uns selber blockiert. Vielleicht wollten wir es zu gut machen», meinte Valente. Knackpunkt sei das frühe Gegentor gewesen. «Je länger das Spiel dauerte, desto schwieriger wurde es für uns. Der letzte Glaube an den Sieg fehlte.» Valente fand am Fehlstart doch noch etwas Positives: «Vielleicht ist diese Niederlage psychologisch gar nicht so schlecht. Wir wissen nun, dass die Rückrunde kein Selbstläufer wird, und uns noch einiges an Arbeit bevorsteht.»