Eishockey
Fribourg steht und fällt mit Andrej Bykow

Fribourgs-Sportchef Christian Dubé erklärt den furiosen Saisonstart.

Klaus Zaugg
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Andrej Bykow ist Dreh- und Angelpunkt bei Fribourg Gotteron.

Andrej Bykow ist Dreh- und Angelpunkt bei Fribourg Gotteron.

Keystone

Wenn Christian Dubé den wunderbaren Saisonstart seiner Mannschaft (drei Siege) erklären will, kramt er eine Statistik hervor. Gottérons Sportchef erklärt: «Im letzten Spiel hat Andrej Bykow in zwei Einsätzen vier Schüsse blockiert.» Das erkläre den Erfolg seiner Mannschaft: «Wenn Bykow Schüsse blockiert, dann können die Jungs aus dem dritten und vierten Block gar nicht anders als sich noch mutiger in Schüsse zu werfen.» Andrej Bykow ist ja nicht ein Defensivstürmer. Sondern ein offensiver Schmetterling, schneller, schlauer, beweglicher als die meisten anderen Schweizer Center. Alles lässt sich auf einen Satz reduzieren: Sage mir, wie Andrej Bykow spielt und ich sage dir wie es um Gottéron steht.

Die Mannschaft steht und fällt mit der Feuerkraft des ersten Sturmes – und der Dynamo dieser ersten Linie ist der Sohn des legendären Slawa Bykow. Dass der Papa eine Auszeit nimmt, in Fribourg lebt und im Verwaltungsrat sitzt, dürfte eine zentrale Rolle spielen. Der Bub, ein stadtbekannter Rock’n’Roller, lebt unter der Aufsicht von Papa wieder fürs Eishockey. Chrisitan Dubé sieht das auch so, aber aus anderen Gründen.

«Wenn der Vater auf der Tribune sitzt, dann strengst du dich einfach mehr an weil du willst, dass er auf dich stolz sein kann. Das war schon bei mir so.» An der Seite von Bykow ist Julien Sprunger ein leidenschaftlicher Leitwolf (3 Spiele/5 Punkte) – das Duo hat Gottéron zum famosen Saisonstart getrieben. Und eine Rolle spielt auch, dass Torhüter Benjamin Conz drauf und dran ist, endlich sein bestes Hockey zu spielen. «Dass viele uns in den Prongosen auf den letzten Platz gesetzt haben, hilft uns auch» sagt Christian Dubé. «Viele sind im Stolz verletzt.» Und da er schon so lange im Geschäft ist, vergisst er nicht zu mahnen. «Wir haben erst drei Partien gespielt. Der Weg ist noch lang.»

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