Ringen
Freiämter Staffel besiegt Titelverteidiger Kriessern im Heimkampf 20:17

Wolfgang Rytz
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Nino Leutert (unten) gewann gegen Christoph Wittenwiler mit 12:0.

Nino Leutert (unten) gewann gegen Christoph Wittenwiler mit 12:0.

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Nach einem harzigen Nationalliga-A-Saisonauftakt befinden sich die Freiämter Ringer inzwischen in einer vorzüglichen Lage. Mit einem 20:17-Heimsieg über Meister Kriessern etablierten sie sich in der Rangliste alleine auf Platz 2 hinter Willisau. Die Luzerner erlitten aber auf einen Freiämter Rekurs einen herben Rückschlag. Die Mannschaftsmeisterschaft ist durch die Sperre eines bulgarischen Ringers plötzlich offener denn je.

Trainer Adi Bucher forderte nach dem Auswärtsremis vor fünf Wochen einen Heimsieg gegen Kriessern. Die Niederlage vor Wochenfrist in Willisau war ihm sauer aufgestossen. Da hatte die Teamleistung nicht gestimmt. Erstmals verzichtete Freiamt in diesem Herbst auf den Einsatz eines Schwingers in den obersten Gewichtsklassen. Adrian Wetzstein und Jeremy Vollenweider waren überzählig. Stattdessen trat der nur 86 kg schwere Russe Magomed Aischkanow bis 130 kg Freistil an und besiegte den passiven Philipp Hutter vorzeitig. Hingegen ging die Rechnung bis 97 kg nicht auf. Da rüttelte Marc Weber vergeblich an Junioren-Vizeweltmeister Ramon Betschart.

Erneut spielte Freiamt seine Stärke in den unteren Gewichtsklassen aus. Die Leutert-Zwillinge Nils und Nino sowie Randy Vock erkämpften 10:1-Punkte. «Schade, dass ein Konzentrationsfehler von Nils zu einem Punktverlust führte», bemängelte Bucher.
Weil Husein Kadimagomaew und Joel Meier zwei «Vierer» abgaben und Michael Bucher auch nicht auf Touren kam, brauchte es in der zweiten Hälfte den Effort des Freiämter Oldies Reto Gisler, der mit viel Routine und der Gunst des Kampfrichters einen 4:1-Punktesieg ergatterte.

Olympionike Pascal Strebel erfüllte das Soll mit 14:0 Wertungspunkten. «Insgesamt bin ich zufrieden mit der Mannschaftsleistung, aber nicht alle Ringer erfüllten ihre Aufgabe wie gefordert», resümierte Bucher. Mit diesem Erfolg steht die Halbfinalqualifikation drei Runden vor Abschluss der Qualifikation so gut wie fest. Die 420 Zuschauer feierten den 20:17-Prestigesieg in der Bachmattenhalle Muri lautstark. Obwohl Kriessern auf den 4. Platz zurückfiel, spricht nun vieles dafür, dass sich die beiden Teams im November im Halbfinal wieder gegenüber stehen werden.