Ringen
Freiämter Ringer vom Erzrivalen Willisau kaum gefordert

Es war eine klare Angelegenheit, welche sich beim NLA-Kampf Freiamt gegen Willisau in der gut gefüllten Ammannsmatthalle in Sins zum Saisonstart abspielte. Im Autorennsport würde man von einem Freiämter Start-Ziel-Sieg sprechen.

Willi Steffen
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Olympia-Ringer Pascal Strebel war kaum gefordert.

Olympia-Ringer Pascal Strebel war kaum gefordert.

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Zu deutlich war der Klassenunterschied und zu harmlos agierten die Gäste aus dem Luzerner Hinterland. Dazu beigetragen hat auch eine geschlossene Mannschaftsleistung der Gastgeber. Angeführt von Olympionike Pascal Strebel gewann Freiamt acht von zehn Kämpfen. Strebel selber gab sich wenige Wochen nach seinem Auftritt in London gegen Andreas Dörig keine Blösse und beherrschte ihn nach Belieben.

Seine Mannschaftskameraden standen ihm in nichts nach. Stark war unter anderem der Auftritt von Randy Vock (60 kg Greco) gegen Kurt Bachmann. Mit einer spektakulären Fünferwertung sorgte er beim dritten Kampf für den ersten Höhepunkt an diesem Abend. Auch die beiden anderen Nachwuchsringer Manuel Stierli (84 kg Greco) und Michael Bucher (55 kg Freistil) gewannen ihre Duelle souverän. Gewohnt solide waren auch die Leistungen der arrivierten Kräfte. Sie alle zeigten, dass sie sich körperlich schon in einer guten Verfassung befinden, obwohl die Trainingsplanung auf die Monate November und Dezember ausgerichtet ist. Dieser Meinung war auch Freiamts Trainer Marcel Leutert, der für einmal einen ruhigen Abend verbrachte. «Wir sind in einer guten Verfassung, das habe ich schon beim Trainingsweekend am vergangenen Wochenende festgestellt.» Diese Tatsache stimme ihn für den weiteren Verlauf der Saison zuversichtlich.

Trotz der Abwesenheit von Leistungsträgern wie Thomas Murer und dem kürzertretenden Ivan Kron, litt die Qualität der Freiämter kaum. «23 Jahre ist der Altersdurchschnitt der heutigen Mannschaft», rechnete Marcel Leutert vor.

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