Muri
Freiämter Ringer nach Niederlage und Aus: «Das passt zur Saison»

Mit einer 17:18-Niederlage der Freiämter Ringer gegen den Erzrivalen Willisau geht die Saison unerwartet früh zu Ende. Durch die Niederlagen gegen Hergiswil und Schattdorf war die Halbfinalteilnahme entglitten.

Drucken
Teilen
Symbolisch: Michael Bucher am Boden. (Archiv)

Symbolisch: Michael Bucher am Boden. (Archiv)

foto-net / Alexander Wagner

Die Ringerstaffel Freiamt hat die Saison unerwartet früh beendet. Durch die Niederlagen gegen Hergiswil und Schattdorf war die Halbfinalteilnahme entglitten.

So bedeutete der letzte Qualifikationskampf zu Hause in Muri gegen Willisau die Derniere. «Sich anständig aus der Affäre ziehen», lautete die Devise von Trainer Thomas Murer. Mit 17:18 Mannschaftspunkten gelang dies. Aber die siebte Schlappe im zehnten Match widerspiegelt die unglücklich absolvierte Meisterschaft. «Auch diesen Kampf könnten wir gewinnen», sinnierte Murer am Ende des sportlichen Teiles.

Immerhin verfolgten 500 Zuschauer den bedeutungslosen Vergleich der beiden erfolgreichsten Ringervereine der letzten 25 Jahre. Erzrivale Willisau schonte Kräfte für den Halbfinal gegen Schattdorf. Immerhin figurierten die Internationalen Stefan Reichmuth, Jonas Bossert und Marco Riesen in der Aufstellung. Mit zehn Punkten legten diese die Basis für den Gästesieg.

Aus Sicht der einheimischen Zweikampffans gefielen zwei Jugendringer. Nino Leutert verlor den 57-kg-Greco-Startkampf trotz fehlender Kilos nur 6:8. Gar einen Exploit landete Reto Bürgisser. Der Joner wirbelte seinen Gegner bis 61 kg Freistil so schnell in die gefährliche Lage, dass der Zeitnehmer Mühe bekundete, die Uhr rechtzeitig zu starten. Nach 51 Sekunden lag der Willisauer auf dem Rücken.

Damit wäre die Basis für ein positives Saisonende gelegt gewesen. Aber Michael Bucher erreichte wieder nicht sein gewohntes Rendement und gab eine deutliche Führung preis. So lastete ein 6:11-Pausenrückstand auf dem Freiämter Team. Einen enttäuschenden Abgang erlebte die langjährige Teamstütze Christian Huwiler. Bis 70 kg Freistil unterlag er Kilian Aregger, den er zuvor meist besiegt hatte, mit 0:12 Wertungspunkten. So versiebte das Murer-Team auch diesen nahen Erfolg. Die treuen Sponsoren freuten sich stattdessen an den überlegenen Siegen von Pascal Strebel und Jayan Göcmen zum Abschluss. Hätte der Kampfrichter im Kampf von Andrey Malzew den Luzernern nicht noch einen Punkt geschenkt, wäre es zum 17:17-Remis gekommen. Trainer Murer seufzte: «Dieser Abschluss passt zur Saison, in der vieles nicht für uns lief.»

Mit enthusiastischem Applaus verabschiedeten Sponsoren und Fans am Ende nicht nur «Chregi» Huwiler, sondern auch Nadine Tokar, die ihre internationale Karriere beendete. (wr)

Aktuelle Nachrichten