Futsal
Freiämter Ragazzi können aufatmen

Ligaerhalt trotz diskussionsloser 7:14-Niederlage in der NLA gegen Meister Croatia 97. «Unser Ziel ist klar», meinte Marco Tovagliaro vor dem Anpfiff, «wir wollen den Ligaerhalt aus eigener Kraft schaffen.»

Ruedi Burkart
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Ragazzi-Captain Fabio Iovanna am Ball.
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Luca Giampa (rechts) hat erneut keine Chance an den Ball zu kommen.
Fabio Iovanna hinkt einen Schritt hinterher.
Futsal: Freiämter Ragazzi können aufatmen
Fabio Iovanna (Mitte) bleibt am kroatischen Goalie hängen.

Ragazzi-Captain Fabio Iovanna am Ball.

AZ

Auch für Gegner Croatia stand in der zweitletzten Meisterschaftsrunde einiges auf dem Spiel. Mit einem Sieg konnte sich der Klub aus Appenzell weiterhin Chancen auf die Playoff-Qualifikation ausrechnen.

0:5 nach neun Minuten

Achtung, fertig, los! – und schon nach neun Minuten war die Partie gelaufen. Die Kroaten spielten die bemitleidenswerten Freiämter zeitweise schwindlig. Und erzielten herrliche Tore. Einmal nach einem magistralen Querpass (Agatic zu Sego nach 34 Sekunden zum 1:0), dann mit einem Distanz-Kracher (Sego zum 2:0 nach knapp zwei Minuten) oder auch frech mit dem Absatz (Agatic zum 3:0).

Die erste nennenswerte Offensivaktion liessen sich die Ragazzi in der zehnten Minute notieren. Durante konnte mit seinem Schuss neben das Gehäuse von Croatias Keeper Klaric allerdings nicht sonderlich nervös machen. Da stand die Partie allerdings bereits 0:5 aus Sicht der Freiämter.

Erst als die Appenzeller nach dem Seitenwechsel zwei Gänge runterschalteten und auch die Ersatzspieler aufs Feld brachten, kamen die Gastgeber etwas besser ins Spiel. «Auch weil wir in der Defensive Umstellungen vorgenommen haben, lief es besser», so Ragazzi-Spielertrainer Marco Tovagliaro.

Zudem: Zuweilen schlich sich beim Schweizer Meister gar eine gewisse Überheblichkeit ein. Auszunützen vermochten die Freiämter dies allerdings nicht so richtig. Immerhin vermochten sie die zweite Halbzeit mit 4:4 resultatmässig ausgeglichen zu gestalten.

«Man hat natürlich Unterschiede gesehen», so Tovagliaro, «schliesslich haben wir gegen den Meister gespielt. Aber angesichts der erneut zahlreichen Absenzen bei uns war es schon okay.»

Trotz der klaren Niederlage konnten die Freiämter tags darauf jubeln. Weil der FC Basel gegen Rorschach mit 5:8 verloren hatte, haben die Ragazzi den angestrebten Ligaerhalt praktisch auf sicher. Vor der letzten Runde liegen sie drei Punkte vor den Baslern über dem Strich. Sie könnten also noch eingeholt werden. Doch bei Punktegleichheit kommen die Strafpunkte zum Zug. Und dort stehen die Freiämter viel besser da als die Basler. «Wir müssten im letzten Spiel zwei, drei rote Karten kassieren, um noch abzusteigen», so Tovagliaro.

Der Trainer bleibt

So können die Ragazzi also ohne Sorgen am übernächsten Sonntag nach Schaffhausen zum letzten Spiel gegen Seefeld fahren. Im Hinblick auf die nächste Hallensaison spricht Tovagliaro («ich habe vor, Trainer zu bleiben») Klartext: «Es wird Umstellungen geben. Ich werde durchgreifen und nicht mehr derart viele Absenzen dulden. Es kann doch nicht sein, dass wir, wie diese Saison geschehen, mit fünf Feldspielern antreten müssen.»