Vilmergen
Freiämter Kooperation für Villmerger Tennis-Stützpunkt

Mit einem neuen Stützpunkt für Tennistalente in Villmergen wollen Ursina Ammann und Martin Büttler gemeinsam das Unmögliche möglich machen.

Tirza Gautschi
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«Es ist ein Schritt in die richtige Richtung», da sind sich Ursina Ammann und Martin Büttler einig. Und das müssen sie auch. Denn von nun an sind die beiden bisherigen Konkurrenten ein gemeinsames Team - zumindest, wenn es um die Talentförderung im neuen Tennis-Stützpunkt in Villmergen geht.

Die beiden Tennislehrer führen mit der jungen «Tennis pro Schule» und dem bewährten «Rigacker Wohlen» zwei selbstständige Schulen und haben jetzt aus der Not eine Chance gemacht. «Früher sind die Kinder nach Aarau gegangen, um dort im Kader zu trainieren. Neu können wir für das Freiamt etwas bieten». Ammann will mit ihrem Kollegen versuchen, starke Junioren bis zu einem gewissen Punkt selber weiter zu entwickeln und die Talente nicht wie bisher nach dem Aufbau zu verlieren. Mit dem vom Aargauischen Tennisverband (ATV) geförderten Kader ist das möglich.

«Es ist für die Spielerinnen und Spieler auch eine finanzielle Frage. Tennis zu spielen ist teuer und mit zwei Trainings pro Woche im ATV-Kader wird es eine spürbare Entlastung für die Eltern geben», spricht Büttler einen wichtigen Punkt an. Bevor dieses im Oktober neu gestartete Projekt Früchte tragen kann, ist erstmals harte Arbeit von den beiden Trainern verlangt. «Es ist ein Dreieck: Spieler, Eltern und Coach. Da braucht es Vertrauen», sagt Büttler.

Eine solche Zusammenführung von zwei Schulen ist etwas Neues, aber für Büttler nichts Unmögliches «Es kommt hauptsächlich auf die Kommunikation zwischen Ursina und mir an». Und die scheint zu funktionieren. Mit Ammann hat Büttler eine ehemalige Tennisschülerin als Arbeitskollegin. Darauf ist er auch ein bisschen stolz «Sie war ziemlich gut und versuchte immer Steffi Graf zu imitieren», meint Büttler mit einem Schmunzeln.