Nach dem überraschenden Schweizer Mannschaftsmeistertitel 2014 starten die Freiämter Ringer am Samstag in Sins zur Titelverteidigung. «Das wird extrem schwierig, aber das war beim letztjährigen Finalsieg schon so», sagt Cheftrainer Thomas Murer.

Hauptfavorit ist erneut Rekordmeister Willisau. Die Luzerner Hinterländer dominierten im Vorjahr die Qualifikation über zehn Runden, gerieten aber in der entscheidenden Phase aus dem Tritt und beendeten die Saison nur auf Rang 4.

Das Kader der Ringerstaffel Freiamt blieb mit kleinen Ausnahmen unverändert. Ins Gewicht fällt der Kreuzbandriss von Schwingerass Pascal Gurtner im Frühjahr. Ob er für die Meisterschaftsentscheidung bereits wieder zur Verfügung steht, ist noch offen. Über weitere verletzungsbedingte Ausfälle will Trainer Murer aus aufstellungstaktischen Gründen nicht reden.

Internationale als Teamstützen

Auf jeden Fall zur Verfügung stehen Michael Bucher, Jayan Göcmen, Randy Vock und Roman Zurfluh, die sich in den letzten Monaten auf internationaler Ebene versuchten und entsprechend in guter Verfassung sind.

Hinzu kommen als weitere Teamstützen der Olympionike Pascal Strebel und Routinier Christian Huwiler. Diese sechs Ringer garantieren dem Meister in den mittleren Gewichtsklassen viele Mannschaftspunkte.

Schwächer besetzt ist Freiamt hingegen in den untersten und obersten Gewichtsklassen. Murer macht sich trotzdem keine Sorgen. Für die wichtigen Kämpfe stehen die Leichtgewichter Thomas Wild (Weinfelden) und Dominik Laritz (Oberriet-Grabs) mit Doppellizenzen zur Verfügung. Bei den Schweren hat Freiamt den Inder Suhaag Nareen in der Hinterhand. Ob er wirklich zum Einsatz kommt, bleibt wie schon letzte Saison abzuwarten.

Neu führt Sandro Vollenweider den Verein. Er hat Ralf Bucher abgelöst. Maurer ist für die wöchentlichen drei bis vier Mattentrainings noch breiter abgestützt. Dem Cheftrainer steht ein grosser Trainerstab zur Seite, darunter auch Greco-Nationaltrainer Andrey Malzew.

Final als Saisonziel

Freiamt bleibt als Meister nichts anderes übrig, als sich erneut den Final als Saisonziel vorzunehmen. «Das ist schwierig zu erreichen», so Murer. Aber er ist vor dem morgigen Saisonstart in der Sinser Ammannsmatt gegen Einsiedeln (Beginn: 20 Uhr) zuversichtlich, dass er trotz geschwächtem Kader vor jedem Match eine Mannschaft formieren kann, die um den Sieg kämpfen kann.

Dazu weilten die Freiämter Ringer im Sommer für zehn Tage in einem Trainingslager in Ungarn sowie für ein verlängertes Weekend in Götzis. «Uns darf man auch in dieser Saison nicht unterschätzen», warnt Thomas Maurer die Konkurrenz.