16 Jahre ist es her, seit die Handballer des HC Mutschellen zum letzten Mal in der 1. Liga gespielt haben. Am Samstag um 18 Uhr hat das lange Warten nun ein Ende. Nach dem Aufstieg im letzten Frühling starten die Freiämter mit dem Auswärtsspiel gegen den HC Einsiedeln ins Abenteuer 1. Liga. «Das wird gleich eine sehr schwierige Aufgabe. Auf dem Papier ist Einsiedeln punkto Qualität und Erfahrung sicher der klare Favorit. Aber wir werden alles in die Waagschale werfen, was wir haben», blickt Trainer Stefan Konkol dem Saisonauftakt entgegen.

Im Vergleich zur letzten Saison blieb der Kern der Mutscheller Aufstiegsmannschaft beisammen – um den «Mutscheller-Groove zu behalten», wie Stefan Konkol sagt. Verstärkt haben sie sich mit Gal Adamcic, der vom NLA-Absteiger Endingen gekommen ist, und mit Fabian Brunner. Mit diesem Kader versucht die Equipe von Stefan Konkol den Ligaerhalt zu schaffen. «Alles andere wäre vermessen, denn die meisten meiner Spieler haben noch nie in der 1. Liga gespielt und müssen sich erst an die viel höhere Intensität gewöhnen», so Konkol.

An der Physis gearbeitet

Höhere Ambitionen hegt man derweil in Muri. Die Murianer nehmen auch in dieser Spielzeit die Finalrunde ins Visier. Ein Ziel, das die Equipe bereits in den vergangenen beiden Saisons erreicht hat. Diesmal allerdings wird das kein Selbstläufer. «Unsere Gruppe ist sehr ausgeglichen, und mit Olten, Einsiedeln und Muotathal sind einige starke Teams dabei», so Bruggmann, der mit seiner Equipe in dieser Saison ein neues Verteidigungssystem spielen wird.

Zudem hat er mit seinen Jungs in der Vorbereitung intensiv an der Physis gearbeitet. «Ich erhoffe mir, dass wir dadurch unser Niveau bis zum Schluss der Saison durchziehen können», so Bruggmann. In der letzten Saison hatten die Murianer nach einer starken ersten Qualifikationshälfte gegen Ende der Finalrunde leider etwas abgebaut.

Wo die Equipe steht, wird sich morgen Samstag zeigen. Auf die Murianer, die im Vergleich zur Vorsaison praktisch mit unverändertem Kader auflaufen, wartet das Duell mit dem Team aus Muotathal. «Das wird gleich ein erster Gradmesser für uns. Sie haben eine kämpferische starke Mannschaft, die gut eingespielt ist. Wir haben aber ein paar Spielzüge vorbereitet, mit denen wir ihre aggressive Abwehr knacken wollen», blickt Bruggmann auf den Saisonauftakt voraus.

Team nochmals verjüngt

Auch für Handball Wohlen, den dritten Freiämter Vertreter im Bunde der Erstligisten, beginnt die Saison mit einem schwierigen Spiel. Die Wohler treffen zuhause auf den selbst ernannten Aufstiegsaspiranten Olten. Eine hohe Hürde für die junge Equipe von Trainer Daniel Lehmann, die in der letzten Saison die Finalrunde verpasst hatte. In dieser Spielzeit nehmen die Wohler nun einen neuen Anlauf. «Wir haben unser Kader zwar nochmals verjüngt im Vergleich zum Vorjahr, sind dafür etwas breiter aufgestellt.

Unser Ziel wird es sein, die routinierten Spieler etwas entlasten zu können», so Lehmann. «Wenn es uns gelingt, die Finalrunde zu erreichen, können wir in der zweiten Saisonhälfte noch gezielter daran arbeiten, unsere jungen Spieler in Ruhe an die zukünftigen Aufgaben in der 1. Liga heranzuführen.» Insbesondere mit den jungen Spielern hat Lehmann während der Vorbereitung intensiv im Kraftbereich gearbeitet, damit sie sich so schnell wie möglich an die Härte der 1. Liga anpassen können.

Auftaktrunde, Samstag, 1. September: 17.45 Uhr: Wohlen vs. Olten (Hofmatten), 18 Uhr: Einsiedeln vs. Mutschellen, Sonntag, 2. September, 16 Uhr: Muri vs. Muotathal (Bachmatten).