FC Aarau
Frank Feltscher meldet sich nach Wadenbeinbruch eindrücklich zurück

Der Aarauer Frank Feltscher zeigte gegen Sion gute Ansätze und konnte sich beim 2:2 zwei Assists gut schreiben lassen. Trotzdem wusste er nach dem Spiel nicht, ob er lachen oder weinen sollte.

Ruedi Kuhn
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Keystone

Das Kompliment kommt von höchster Stelle. „Frank Feltscher ist schnell, wendig und technisch stark“, sagt Aaraus Trainer Sven Christ. „Manchmal ist er in seinen Aktionen etwas wild. Gegen Sion ging er während der ersten Halbzeit weite Wege und spielte eine tragende Rolle.“

Feltscher zeigte gegen die Walliser tatsächlich gute Ansätze und konnte sich beim 2:2 zwei Assists gut schreiben lassen. Erst profitierte der Flügelstürmer von einer Unachtsamkeit des Sion-Torhüters Steven Deana und servierte Sven Lüscher den Ball auf dem silbernen Tablett.

Dann legte er das Leder mit einem Absatztrick Ognjen Mudrinski in den Lauf. Der Serbe bediente den Liechtensteiner Sandro Wieser – und der FC Aarau führte nach nur 22 Minuten mit 2:0.

Dem Sieg nachgetrauert

Schliesslich holte sich der FC Aarau im siebten Auswärtsspiel dieser Saison zwar nicht den ersten Sieg, aber das sechste Unentschieden. Logisch, dass Feltscher nach dem Schlusspfiff nicht so recht wusste, ob er lachen oder weinen sollte. „Natürlich ist es eine Genugtuung, dass ich von Beginn an spielen durfte“, sagt der 26-Jährige. „Aber wer in Sion frühzeitig 2:0 führt, der muss eigentlich gewinnen. Trotzdem sehe ich das Ganze positiv. Wir haben einen Punkt gewonnen und nicht zwei Punkte verloren.“

Schmerkhafter Einstand beim FCA

Feltscher gab beim Unentschieden in Sion ein deutliches Lebenszeichen. Das ist umso erfreulicher, als dass der frühere GC-Spieler während der Vorbereitungszeit auf diese Saison einen herben Rückschlag erlitt.

Vor gut vier Monaten sah die Welt des schweizerisch-venezolanischen Doppelbürgers noch ziemlich düster aus. Am 27. Juni unterschrieb er beim FC Aarau einen Zweijahresvertrag. Und nur einen Tag später zog sich er im Testspiel gegen Wohlen (2:2) während eines Zweikampfs mit Simone Rapp einen Wadenbeinbruch zu. Statt beim FC Aarau einen neuen Anlauf zu nehmen, musste sich der Pechvogel einer monatelangen Geduldsprobe unterziehen. Therapie statt Torschusstraining war angesagt.

Mit seiner Rückkehr den Konkurrenzkampf anheizen

Feltscher hat schwierige Zeiten hinter sich. Während der vergangenen Wochen konnte der Spieler mit der Rückennummer 88 glücklicherweise wieder voll trainieren. „Ich bin fit und möchte jetzt durchstarten“, sagt er. Die Rückkehr von Feltscher ist erfreulich. Der Konkurrenzkampf wird angeheizt. Mehr noch. Mit Dante Senger, Dusan Djuric, Daniel Gygax, Alain Schultz, Edgars Gauracs, Joy-Slayd Mickels und Ognjen Mudrinski hat der FC Aarau in der Offensive schon fast ein Luxusproblem.

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