Aargauer Sportler des Jahres
Feiern wir Silvan Dillier bald schon wieder als Sportler des Jahres?

Wieder Silvan Dillier – wie schon vor zwei Jahren. Seit 2011 wechseln sich der Radprofi und der Kunstturner Lucas Fischer als Aargauer Sportler des Jahres ab. Ein Kommentar.

Rainer Sommerhalder
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Silvan Dillier (Archiv)

Silvan Dillier (Archiv)

Keystone

Fischer hat im Kanton inzwischen Kultstatus erlangt und gewann vor einem Jahr sogar die Wahl zum Aargauer des Jahres.

Aber auch Silvan Dillier ist eine Persönlichkeit, die Nachhaltigkeit verspricht. Er steht als Radprofi erst am Anfang seiner Karriere. Eine weitere Steigerung und noch grössere Erfolge sind nicht auszuschliessen, ja sogar wahrscheinlich. Feiert der bodenständige Ehrendinger also bald schon den Hattrick als Aargauer Sportler des Jahres?

Vorerst darf er sich an der aktuellen Auszeichnung freuen. Das Kandidatenfeld mit zwei Olympiaheldinnen und drei Aargauer Weltmeistern war so stark wie noch nie, der Wahlausgang entsprechend hauchdünn. Mathematisch gesehen kann man von einem Zufallssieger sprechen, logisch betrachtet geht sein Erfolg mehr als in Ordnung.

Rainer Sommerhalder

Rainer Sommerhalder

Zur Verfügung gestellt

Dillier hat in einer weltweiten Sportart Fuss gefasst, klassierte sich in seiner ersten Profsaison nicht weniger als 17-mal in den Top 10 des Klassements. Und er darf eine WM-Goldmedaille sein Eigen nennen.

Bleibt das Stichwort Doping. Jeder erfolgreiche Radprofi wird danach gefragt. Auch wir haben Silvan Dillier bei seinem ersten Wahlsieg vor zwei Jahren mit diesem Thema konfrontiert und tun es heute wieder. Er ist der einzige Aargauer Sportler des Jahres, der je dazu Stellung nehmen musste. Das ist ungerecht.

Sportminister Alex Hürzeler öffnet als Höhepunkt der Sport-Gala das Couvert mit dem Namen des neuen Aargauer Sportlers des Jahres 2014.
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Es ist wie schon 2012 Radprofi Silvan Dillier.
Sichtlich stolz nimmt Silvan Dilliers Mutter Verena den Preis entgegen.
Regierungsrat Alex Hürzeler übergibt Verena Dillier, der Mutter von Silvan, das Wort.
Jann Billeter will von Verena Dillier wissen, was ihren Sohn Silvan auszeichnet.
Rollstuhl-Leichtathletin Patricia Keller (rechts) mit Renate Gautschy, Präsidentin der Gemeindeammänner-Vereinigung.
Moderator Jann Billeter interviewt die beiden nominierten Athletinnen Kathrin Stirnemann (links) und Julia Marty, flankiert von den Brugger Judokas.
Julia Marty (Mitte) freut sich auf die Eishockey-WM der Frauen, Kathrin Stirnemann schielt bereits auf die Olympischen Spiele 2016 in Rio.
Auch für Corina Obrist, die beste Schweizer Steinstösserin, gibt es an der Sport-Gala im Trafo als Lohn für die starken Leistungen eine Sporttasche.
Die Schweizer Judo-Meister aus Brugg klatschen Beifall für die Rollstuhlsportlerin Patricia Keller.
Judo-Teamchef Martin Nietlispach (links) mit Grossratspräsident Markus Dieth.
Die ausgezeichneten Sportler staunen über das Foto von Steinstoss-Gigant Simon Hunziker.
Die Serienmeister im Judo aus Brugg würden sich auch gut als Türsteher machen, meinte Moderator Jann Billeter.
Gratulationen von Susanne Studer Wacker, der Agenturleiterin der Suva Aarau, für Kathrin Stirnemann.
Der Freiämter Olympia-Ringer Pascal Strebel zusammen mit FDP-Präsident Matthias Jauslin.
Sportjournalist Wolfgang Rytz (rechts) und Grossratspräsident Markus Dieth übergeben Tenniscoach Freddy Blatter (links) den Preis für besondere Verdienste um den Sport.
Jann Billeter bestaunt das Original Daviscup-Jacket von Freddy Blatter.
Aargauer Mannschaftsportler, hier die zwei Landhockeyteams von Rotweiss Wettingen, werden für den Gewinn der Schweizer Meisterschaft geehrt.
Trampolinspringer Janick Schütz (ganz links) und David Siegenthaler (ganz rechts) mit Sportminister Alex Hürzeler und Begleiterinnen.
In drei Ehrungsblöcken wurden die besten Aargauer Leistungssportler des Jahres 2014 ausgezeichnet.
Die Interviews von TV-Sportreporter Billeter mit den Aargauer Sportlern haben Kultcharakter.
Auch Wasserspringerin Vivian Barth muss "dran glauben".
Weltcup-Skiakrobat Dimitri Isler (links) zusammen mit Rolf Schmid, CEO der Mammut Sports Group.
Die Ehrungen von Schweizer Meistern und Medaillengewinnern bei WM oder EM haben im Aargau grosse Tradition.
Showact Helga Schneider outete sich als Nicht-Sportlerin des Jahres.
Auch Leichtathletin Pamela Märzendorfer darf ihre Sporttasche in Empfang nehmen.
Ruedi Suter, Präsident der Interessengemeinschaft der Aargauer Sportverbände, heisst die 400 Gäste im Trafo Baden herzlich willkommen.
Leichtathletin Pamela Märzendorfer zusammen mit Peter Minder, Kommunikationschef von Bundesrat Ueli Maurer.
Regierungsrat Alex Hürzeler würdigte in seiner Ansprache die vielen ehrenamtlich tätigen Menschen im Sport.
Der Sportminister sprach seine Worte durch die Blume(n).
Eishockeyspielerin Julia Marty mit Philipp Keller, Direktor der Hirslanden Klinik Aarau.
In diesem Jahr gab es unter den Geehrten doch das eine oder andere neue Gesicht im Aargauer Sport-Himmel.
Moderator Jann Billeter sagt die Tanzgruppe "kEINSTEIN"der Alten Kantonsschule Aarau an.
Die Tanzgruppe "kEINSTEIN" der Alten Kantonsschule Aarau vermochte das Publikum zu begeistern.
Jan Hochstrasser (rechts), Teilnehmer an der Leichtathletik-EM, zusammen mit Christian Koch, Leiter der Sektion Sport im BKS.

Sportminister Alex Hürzeler öffnet als Höhepunkt der Sport-Gala das Couvert mit dem Namen des neuen Aargauer Sportlers des Jahres 2014.

Chris Iseli

Man kann einwenden, die Radprofis seien selber schuld, dass sie sich immer und immer wieder mit dem Thema Doping auseinandersetzen müssen. Aber warum soll Silvan Dillier schuldig sein, wenn andere bescheissen? Der junge Aargauer hat noch als Kind jene Sportart für sich ausgewählt, die ihm am besten gefällt, für die er die grösste Leidenschaft verspürt. Und nicht jene, die in der Öffentlichkeit den besten Ruf hat.

Er hat in seiner Disziplin den Weg an die Spitze konsequent verfolgt, hat viele Entbehrungen auf sich genommen. Das Leben eines Leistungssportlers besteht vor allem aus viel Verzicht. Und nur selten aus Lohn. An der Aargauer Sport-Gala hat ihn sich Silvan Dillier verdient. Uneingeschränkt.