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Fehlende Emotionen zurückgewinnen: Morgen empfangen die FCA-Frauen den FC Therwil

Am Samstag treffen die FC Aarau Frauen im heimischen Schachen auf den FC Therwil. Die Gäste aus dem Baselland befinden sich zurzeit mit drei Punkten auf dem neunten und somit zweitletzten Tabellenplatz, die Aarauerinnen mit deren sieben auf dem sechsten Tabellenplatz. Spielbeginn ist um 20.15 Uhr.

Leandro De Mori
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Die FCA-Frauen wollen am Samstag punkten

Die FCA-Frauen wollen am Samstag punkten

Daniela Frutiger/feshfocus

Im letzten Spiel verloren die FC Aarau Frauen in Schlieren mit 1:2 – man bemängelte die fehlende Energie und zu wenige Emotionen. Was sich in diesem Spiel nun ändern soll. Im Training nach dem Spiel hat Trainer Charles Grütter das Fehlverhalten des Teams angesprochen und empfindet das Spiel in Schlieren nun als abgehakt. Nun soll es also mit frischer Kraft zu den nächsten Punkten gehen.

Mathematisch ist ein Sieg gegen Therwil ein Muss. Wieso? Die Baselländerinnen befinden sich zurzeit auf dem neunten Platz in der Tabelle. Was auffällt, wenn man jene betrachtet: die Therwilerinnen haben in den ersten sechs Saisonspielen rund 3 Tore pro Spiel kassiert. Aarau die Hälfte. Aber was ist im Fussball schon berechenbar?

Mit Diagonalläufen die Niederlage ausgeschwitzt

Im Gespräch merkte man, dass die Niederlage in Schlieren doch noch irgendwie Spuren hinterlassen hat. Grütter sagt: «In meiner Karriere als Trainer habe ich das so nie erlebt. Die ganze Energie fehlte, die Motivation. Als hätten wir die Niederlage nun einfach so hingenommen.»

Nicht, dass es im Team schlecht laufen würde, ganz im Gegenteil: «Ich hatte selten eine so harmonische Truppe. Wir sind vollständig, verstehen uns untereinander gut und auch das Umfeld in Aarau ist sehr professionell. Aber irgendetwas hat uns einfach gefehlt», sagt Grütter.

Genau das, was gefehlt hat, soll nun wieder zurückgewonnen werden. Angefangen damit hat man am Montag. Nach dem Training liess Grütter das Team Diagonalläufe über den Platz machen. Zehn an der Zahl. Als sie danach im Kreis standen sagte er: «So. Nun denkt euch, dass der Schweiss die Niederlage vom Samstag darstellt. Wischt ihn ab und vergesst diese Partie.»

Ein erstes Fazit

Am Samstag steht nun also das siebte Saisonspiel vor der Tür. Heisst: Rund die Hälfte der Hinrunde ist gespielt. Alles in allem gibt sich Grütter ziemlich zufrieden: «Es ist schön, hier in Aarau zu arbeiten. Das Umfeld ist professionell und es macht Spass. Mit dem aktuellen sechsten Tabellenplatz können wir leben.»

Doch da gibt es noch etwas, was ihn stört: «Es gab Spiele, in denen wir mehr Punkte hätten holen sollen. Mit diesen drei bis vier Punkten mehr würden wir jetzt schon weiter oben stehen in der Tabelle, was uns durchaus würdig wäre. Ändern können wir es jetzt aber nicht, also werden wir an uns arbeiten und uns hoffentlich steigern.» Ein erster Schritt zur Steigerung wäre mit einem Sieg am Samstag gemacht.