FC Aarau
FCA-Vizepräsident Roger Geissberger: «Es gibt keinen Umbruch»

So langsam aber sicher beginnen beim FC Aarau die Planungen für die Saison 2016/17 – welche Spieler bleiben, welche Spieler gehen und welche Spieler kommen neu dazu?

Ruedi Kuhn
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Kann sich der FC Aarau auch in der nächsten Saison über Tore von Patrick Rossini freuen?

Kann sich der FC Aarau auch in der nächsten Saison über Tore von Patrick Rossini freuen?

Andy Mueller/freshfocus

Der FC Aarau und die Vertragsdauer der 24 Spieler auf einen Blick? Bitte schön! Zwölf Verträge dauern noch bis Ende der Saison. Acht Verträge dauern bis 2017. Zwei Verträge dauern bis 2018. Und zwei Verträge dauern bis 2019. Zwölf Verträge, die per Ende Juni dieses Jahres auslaufen? Das ist auf den ersten Blick viel! Das riecht nach Umbruch. «Es gibt keinen Umbruch», sagt Aaraus Vizepräsident Roger Geissberger. «Wir wollen die Mannschaft grösstenteils zusammenhalten. Mehr als drei, vier Zuzüge wird es nicht geben.»

FCA-Vizepräsident Roger Geissberger: «Wir wollen die Mannschaft grösstenteils zusammenhalten. Mehr als drei, vier Zuzüge wird es nicht geben.»

FCA-Vizepräsident Roger Geissberger: «Wir wollen die Mannschaft grösstenteils zusammenhalten. Mehr als drei, vier Zuzüge wird es nicht geben.»

Chris Iseli

Mal schauen, welchen Kurs Geissberger, Sportchef Raimondo Ponte, Trainer Marco Schällibaum und der Nachwuchs-Verantwortliche Sascha Stauch bezüglich Transferpolitik einschlagen werden. Einfach wird es nicht: Das Budget für die erste Mannschaft mit allem Drum und Dran beträgt gerade mal 3,8 Millionen Franken. Das ist im Vergleich mit den andern neun Challenge-Ligisten nicht mehr als Mittelmass. Eigentlich strebt der FC Aarau in der nächsten Saison den Aufstieg in die Super League an. Wie soll das funktionieren? Nur gut, dass bei spektakulären Transfers Privatpersonen in die Bresche springen und ihre Portemonnaies öffnen.

Kann es sich Aarau leisten?

Interessant ist das Dutzend an Spielern, welches im Sommer vertragslos ist. Wer bleibt? Wer geht? Noch ist nichts spruchreif. Schauen wir mal in die Sterne! Mit Igor Nganga und Juan Pablo Garat dürften Vertragsverlängerungen Formsache sein. Beide zeigten zuletzt konstant gute Leistungen. Garat erhält wohl ein letztes Mal einen Jahresvertrag. Bei Nganga ist es möglich, dass man auf eine langfristige Zusammenarbeit tendiert. Über den Personalien von Kim Jaggy, Bruno Martignoni, Luca Radice und Carlinhos schweben Fragezeichen. Jaggy hat vom Quartett wohl die besten Karten, aber es ist gut möglich, dass alle vier Akteure den FC Aarau verlassen werden. Sollte Carlinhos tatsächlich gehen, wird man sich auf die Suche nach einem Spielmacher, einer klassischen Nummer 10 machen müssen.

Höchst interessant sind die Akten von Patrick Rossini und Steven Deana. Im Fall von Rossini hat der FC Aarau eine Kaufoption. Will man diese einlösen, so muss man bis Ende April aktiv werden. Die entscheidenden Fragen lauten: Kann man sich Rossini leisten? Was kostet er?

Kann sich der FC Aarau Steven Deana leisten oder kehrt er zum FC Sion zurück?

Kann sich der FC Aarau Steven Deana leisten oder kehrt er zum FC Sion zurück?

freshfocus

Deana hat einen Vertrag beim FC Sion. Entweder der FC Aarau übernimmt den Goalie eine weitere Saison leihweise von den Wallisern. Oder man zahlt den Wallisern eine Ablösesumme. Die entscheidenden Fragen lauten auch hier: Kann man sich Deana leisten? Was kostet er? Sollte Deana bleiben, dürfte Francesco Russo das Brügglifeld verlassen. Apropos Torhüter: Unklar ist auch die Zukunft von Ulisse Pelloni, der an den FC Chiasso ausgeliehen ist und einen Vertrag bis 2017 hat.

Nicht mehr dabei zum Kader zählen dürfte Mart Lieder. Der Holländer ist ein lustiger Kerl und sorgt neben dem Spielfeld für die eine oder andere humoristische Einlage. Aber der FC Aarau ist weder ein Cabaret noch ein Auffanglager für durchgefallene Profis. Lieder erzielte in seinen bisherigen 23 Einsätzen in der Meisterschaft zwei Tore. Das ist ein Schnitt pro Partie von knapp 0,09 Treffern. Das ist zu wenig. Viel zu wenig. Was Leihspieler Zoran Josipovic betrifft, gilt es abzuwarten. Das Talent hat bei Juventus Turin einen Vertrag bis 2017. Josipovics Zukunft ist also offen. Bleibt der spezielle Fall mit Denis Markaj, dessen Vertrag ebenfalls bis 2017 läuft. Er spielt bis Ende Saison leihweise bei Le Mont, wird in der nächsten Saison allerdings zum FCA-Kader stossen.

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