Fussball
FCA-Trainer Weiler: «Solche Schlagzeilen schaden dem Fussball»

Nach drei Heimpleiten in Folge will Aarau gegen den FCZ am Sonntag auf die Siegerstrasse zurück. Davide Callà will wieder sportlich in die Schlagzeilen geraten, nachdem bekannt wurde, dass Morddrohungen gegen ihn ausgesprochen worden sind.

Ruedi Kuhn
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René Weiler wirkt nachdenklich.

René Weiler wirkt nachdenklich.

Keystone

Knapp zwei Monate nach dem 2:1-Sieg des FC Aarau gegen den FCZ im Letzigrund kommt es am Sonntag (13.45 Uhr) zum Rückspiel im Brügglifeld.

Die Morddrohungen gegen Davide Callà in der Nacht vom 26. auf den 27. September mittels E-Mails an die Geschäftsstelle des FC Aarau führen dazu, dass die Partie unter besonderen Vorzeichen steht.

Callà will sich zum bedenklichen Vorfall nicht äussern und begründet dies mit der Tatsache, dass es sich um ein laufendes Verfahren handelt und dass er sich aufs Sportliche konzentrieren möchte.

Im Gegensatz zum Flügelstürmer spricht FCA-Trainer René Weiler Klartext und sagt: «Die ganze Geschichte ist lächerlich. Das Schlimme an der Sache ist, dass solche Typen eine mediale Aufmerksamkeit bekommen. Solche Schlagzeilen schaden dem Fussball.»

Fest steht: Der FC Aarau hat bei der Kantonspolizei Aargau Strafanzeige gegen Unbekannt eingereicht.

Die Chancen, dass der oder die Täter ermittelt werden, sind intakt. Und Callà? Der vierfache Saisontorschütze wird gegen die Zürcher mit dabei sein und aller Voraussicht nach zur Startformation zählen.

Man darf gespannt sein, wie der 29-Jährige auf die spezielle Ausgangslage reagiert. Macht er gegen den FCZ den Unterschied? Schlägt er zurück?

Kriegt Hallenius eine Chance?

Sandro Burki kehrt gegen den FCZ ins Team zurück. Der Captain war vor zwei Wochen beim 0:1 in St. Gallen gesperrt.

Mit Juan Pablo Garat fehlt gegen die Zürcher der Spieler, der den entscheidenden Penalty gegen die Ostschweizer verschuldet hat.

Den Platz des Argentiniers in der Innenverteidigung dürfte Olivier Jäckle übernehmen. Sven Lüscher und Remo Staubli sind nach auskurierten Verletzungen wieder ins Training eingestiegen.

Eine Einsatzmöglichkeit von Beginn an erhält wohl Linus Hallenius. Der Schwede konnte sich wegen einer Blinddarmoperation und weiteren kleineren Unpässlichkeiten noch nicht in Szene setzen und wartet nach wie vor auf das erste Tor im Dress des FC Aarau.

Reaktion nach drei Heimpleiten in Folge

Die Aarauer sind im Brügglifeld nach dem Aufstieg in die Super League alles andere als unwiderstehlich. Zuletzt gab es gegen die Young Boys (0:4), Sion (0:1) und Lausanne (2:3) drei Heimpleiten in Folge.

Einfacher wirds in den nächsten Wochen nicht: Nach dem FCZ-Spiel warten bis Ende November die grossen Brocken YB, St. Gallen, FC Basel, GC und Sion. Das schwierige Programm bringt Weiler allerdings nicht aus der Ruhe. «Was solls», sagt der Trainer, «in der höchsten Spielklasse spielen wir praktisch ausnahmslos gegen Grosse.»