Challenge League
FCA-Stürmer Patrick Rossini: «Ich kann mich nur bei der Mannschaft und den Fans entschuldigen»

Der 28-jährige Tessiner versiebte beim 3:2-Sieg des FC Aarau unzählige Tor-Chancen. Die Misere Rossinis begann mit dem nicht verwandelten Foulpenalty in der 25. Minute. Danach gelang ihm einfach gar nichts mehr.

Dean Fuss
Merken
Drucken
Teilen
FCA-Stürmer Patrick Rossini (l.) im Zweikampf mit Schaffhausens Imran Bunjaku

FCA-Stürmer Patrick Rossini (l.) im Zweikampf mit Schaffhausens Imran Bunjaku

Freshfocus

Patrick Rossini ist keiner, der um den heissen Brei herum redet. Ganz im Gegenteil: Der 28-jährige Tessiner ist ein Mann der deutlichen Worte. Das zeichnet ihn auch nach dem 3:2-Sieg des FC Aarau gegen den FC Schaffhausen aus.

Er stellt sich in den Katakomben den Medien und spricht Tacheless – über seine eigene Leistung, die in dieser Partie nicht genügend war. «Ich muss viel mehr machen. Es ist mein Fehler, dass dieses Spiel noch einmal eng wurde. Ich kann mich nur bei der Mannschaft und den Fans dafür entschuldigen», sagte Rossini nach dem Schlusspfiff.

Es sind in erster Linie drei Szenen, die Rossini mit seinem selbstkritischen Fazit des Abends anspricht. Und alle drei spielten sich in der ersten Halbzeit ab.

  • 25. Minute: Nachdem Geoffrey Tréand durch einen cleveren Laufweg im Strafraum einen Foulpenalty für den FC Aarau herausgeholt hat, legt sich Rossini den Ball auf dem Elfmeterpunkt zurecht. Nur zwei Minuten nach dem 1:0 könnte der Tessiner in diesem Moment für die Zweitore-Führung sorgen. Könnte. Denn Rossinis Abschluss wird von Schaffhausen-Keeper Franck Grasseler pariert. Rossinis Schuss als schwach zu bezeichnen, wäre falsch. Er platziert den Ball ganz nah an den rechten Pfosten, weil er aber halb hoch kommt, ist er für den Torhüter dankbar abzuwehren.
  • 37. Minute: Miguel Peralta lanciert den regulär startenden Rossini mit einem Ball in die Spitze. Der 28-Jährige könnte alleine auf Grasseler los ziehen. Könnte. Denn Rossini verspringt der Ball bei der Annahme, die Chance ist weg.
  • 45. Minute: Wieder ist es Peralta, der Rossini eine Möglichkeit eröffnet. Der Aussenverteidiger setzt sich über die rechte Sechte durch und spielt den Ball scharf quer durch den Schaffhauser Strafraum – etwa anderthalb Meter vor der Grundlinie. Rossini steht am weiten Pfosten, ist dann aber wohl selber etwas überrascht, dass der Ball bis zu ihm durch kommt und verstolpert ihn.

Rossini bleibt positiv

Natürlich lag es nicht an Rossini alleine, dass die Partie am Ende trotz 3:0-Führung noch einmal eng und hektisch wurde. Auch seine Mitspieler sündigten im Abschluss mehr als nur einmal.

Aber am augenfälligsten war es nun einmal beim 28-Jährigen – zumal das Toreschiessen als Stürmer seine eigentliche Hauptaufgabe ist. «Heute waren wir nicht effizient. Ich war nicht effizient», sagte Rossini. «Ich habe Chancen für eine ganze Woche gehabt. Schade, dass ich daraus nichts machen konnte. Wenn ich meine Chancen genutzt hätte, dann wäre es nicht noch einmal eng geworden zum Schluss. Aber das ist Fussball.»

Trotzdem steckt Rossini den Kopf nicht in den Sand: «Für einen Stürmer ist es immer auch wichtig, Chancen zu kreiren. Wenigstens das gelingt mir und das nächste Mal werde ich sie verwerten», zeigt er sich optimistisch.

Schällibaum zweifelt nicht an Rossini

Je ein Tor in Meisterschaft (5 Einsätze) und Cup (1 Einsatz) hat Rossini in der laufenden Saison bisher erzielt. In der vergangenen Saison traf der Stürmer in 18 Meisterschaftseinsätzen für den FCA zehn Mal. Kein Grund also, am eigentlich treffsicheren Rossini zu zweifeln. Zumal er auch in dieser schwierigen Phase Optimismus verströmt und mit Freude auf die kommenden Aufgaben blickt.

Impressionen vom Match FC Aarau - FC Schaffhausen
8 Bilder
Sandro Burki gegen Paulinho.
Sebastien Wuethrich, Sandro Burki und Alessandro Ciarrocchi jubeln nach dem Tor zum 3:0.
Ein konzentrierter Marco Schällibaum
Geoffrey Tréand jubelt nach seinem Führungstreffer.
Tréand schiesst gegen Torhüter Franck Grasseler das Tor zum 1:0.
Alessandro Ciarrocchi (l.) im Zweikampf mit Schauffens Imran Bunjaku.

Impressionen vom Match FC Aarau - FC Schaffhausen

Freshfocus

Auch Trainer Marco Schällibaum sieht keinen Grund, dass er seinen Schützling speziell aufbauen müsste: «Patrick ist alt genug. Und er arbeitet jeden Tag daran seine Tore zu schiessen. Wichtig ist, dass er immer daran glaubt. Ich bin überzeugt, dass er uns noch viel Freude bereiten wird.»

Die nächste Chance, das zu beweisen kommt bereits am Montag, 29. August. Dann tritt der FC Aarau zum nächsten Spitzenkampf der laufenden Saison auswärts gegen Neuchâtel Xamax an. Angepfiffen wird die Partie um 19.45 Uhr.