FC Aarau
FCA-Präsident Schmid gibt Trainer Ponte einen Freipass

Aaraus Präsident Alfred Schmid schliesst trotz der 2:6-Klatsche gegen Luzern einen Trainerwechsel bis Ende Saison aus. Die Aarauer werden die Saison so oder so mit Raimondo Ponte beenden.

Ruedi Kuhn
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Raimondo Ponte wird den FC Aarau auf jeden Fall bis Ende Saison trainieren.

Raimondo Ponte wird den FC Aarau auf jeden Fall bis Ende Saison trainieren.

KEYSTONE

Kein Zweifel: Nach der Heimpleite gegen die Zentralschweizer rückt für den FC Aarau die Challenge League immer näher. Fünf Runden vor Schluss beträgt der Rückstand des Tabellenletzten auf Vaduz sechs Punkte.

Wer oder was soll den FCA jetzt noch retten? Braucht es für die fünf ausstehenden Spiele einen neuen Impuls?

Einen neuen Trainer etwa? «Diese Frage erstaunt mich», sagt Präsident Alfred Schmid, «wir beenden die Saison zu hundert Prozent mit Raimondo Ponte. Entweder wir schaffen mit ihm den Ligaerhalt oder wir steigen mit ihm ab.»

Der 60-jährige Ponte ist bei den Aarauern seit sechs Spielen im Amt und holte dabei fünf Punkte – macht einen Schnitt von 0,83 Punkten pro Partie.

Interessant der Vergleich mit Pontes Vorgänger Sven Christ: Dieser holte in 25 Spielen 19 Punkte, was einem Schnitt von 0,76 Punkten entspricht. Daraus schliessen wir: Der Trainerwechsel hat sich resultatmässig nicht ausbezahlt. Und doch will der FCA nicht mehr handeln. Die richtige oder die falsche Entscheidung?

Nicht immer von Erfolg gekrönt

Blicken wir doch noch auf die Abstiegssaison 2009/10 zurück. Damals verfielen die FCA-Bosse bei der Trainerfrage in Aktionismus: Es begann mit Jeff Saibene (Juli bis Oktober 2009), ging weiter mit Martin Andermatt (Oktober 2009 bis April 2010) und Ranko Jakovljevic (April bis Mai 2010), bis schliesslich Fredy Strasser den Abstieg perfekt machte.

Was lernen wir daraus? Trainerwechsel bringen nicht per se die erhofften Punkte. Am Ende des Tages ist es immer eine Frage der Qualität und der richtigen Spielermischung – und diese stimmen in dieser Saison hinten und vorne nicht.

Bleibt im Schlussspurt der Saison die Hoffnung, die bekanntlich zuletzt stirbt. Weiter geht es für den FC Aarau am nächsten Samstag mit dem Heimspiel gegen GC. Anpfiff im Brügglifeld ist um 17.45 Uhr.