8800 Zuschauer sahen am 20. Juli im Brügglifeld das Spiel der zweiten Meisterschaftsrunde zwischen dem FC Aarau und Luzern: Der Super-League-Aufsteiger gewann gegen die Zentralschweizer nach einer aufwühlenden ersten Halbzeit und vier Toren innert 23 Minuten 4:2.

Das Spektakel mit vielen Emotionen hatte allerdings ein Nachspiel: Weil die Swiss Football League das Fassungsvermögen im alten Kleinstadion auf 8000 Leute begrenzt hat, brummte sie der FCA-Führungscrew eine Busse auf.

Beim 1:1 gegen Basel am 2. November war das Brügglifeld ein zweites Mal randvoll. Diesmal hielten sich die Klubverantwortlichen allerdings an die Regeln. Nach 8000 Eintritten wurden die Schalter geschlossen.

Noch zwei Mal volles Haus?

Zum Saisonabschluss steht der FC Aarau erneut vor zwei Heimspielen mit Brisanz. Mit GC und dem FC Basel gastieren am Samstag respektive am nächsten Donnerstag ausgerechnet die zwei Titelaspiranten im Brügglifeld.

Platzt die Sportstätte wieder aus allen Nähten? Für diese Partien wurde die Kapazität des Gästesektors von üblicherweise 1000 Plätzen auf rund 1400 Plätze erhöht.

Die Ausgangslage des Spiels zwischen Aarau und den Grasshoppers ist vielversprechend: Gewinnt der Super-League-Aufsteiger gegen die Zürcher und siegt der FC Basel am Sonntag in Bern gegen YB, ist der FCB Meister. Gewinnen GC und Basel die Spiele der 34. Runde, so kommt es am 15. Mai zum Showdown FCA - FCB.

Basler Meisterfeier im Brügglifeld ist möglich

Sollten die Basler den Titel tatsächlich im Brügglifeld holen, dürften die Fans wohl ausflippen. Brennt im Brügglifeld schon bald ein rotblauer Baum?

Alfred Schmid erwartet gegen GC und Basel zwei Fussballfeste. «Diese Highlights sind für uns der krönende Abschluss einer erfreulichen Saison», sagt der Präsident des FC Aarau. «Ich hoffe, dass es keine Ausschreitungen geben und alles in geordneten Bahnen ablaufen wird.»

Bleibt der sportliche Aspekt: Aaraus Trainer René Weiler lässt sich bezüglich Aufstellung gegen GC nicht in die Karten schauen.

Eine Änderung wird es wohl auf der Torhüter-Position geben. Weil Lars Unerstall nach einer Viruserkrankung wieder fit ist, steht er anstelle von Swen König zwischen den Pfosten. Einfach deshalb, weil Unnerstall während der Rückrunde Stammgoalie war.

Die Leihgabe von Schalke 04 zeigte starke Leistungen und hatte massgeblichen Anteil am frühzeitigen Erreichen des Ligaerhalts.

Kampf um neue Verträge

Artur Ionita ist gegen GC gesperrt und wird im zentralen Mittelfeld wohl von Olivier Jäckle ersetzt. Gute Karten für einen Einsatz von Beginn an haben Alain Schultz, Stephan Andrist und Bruno Martignoni. Für diese Spieler geht es im Schlussspurt darum, sich für die am Wochenende vom 19. und 20. Juli beginnende Meisterschaft 2014/15 zu empfehlen.