Fussball
FCA-Callà warnt trotz 2:1: «Lausanne wird schwerer als der FCZ»

Dank einem beherzten Auftritt entführte der FC Aarau überraschend drei Punkte aus dem Letzigrund. Trainer René Weiler sprach von den «Big Points in den Schlüsselmomenten», warnt aber vor dem Auftritt gegen Schlusslicht Lausanne.

Drucken
Teilen
Das Notenblatt: So spielten die FCA-Spieler gegen den FCZ
14 Bilder
Joel Mall: Note 3.5 Zwei starke Reflexe. Einige Unsicherheiten. Ein Goalie mit Selbstvertrauen hält Colys Kopfball zum 1:1.
Igor Nganga: Note 3.5 Der Kongolese zeigte eine solide Partie, bis er beim 2:3 von Feindouno wie ein Schulbub vernascht wurde.
Juan Pablo Garat: Note 4.5 Musste schon nach 25 Minuten verletzt raus. Wie die ganze Verteidigung: Mühsame Startviertelstunde.
Kim Jaggy: Note 3.5 Verliert das Kopfballduell gegen Coly vor dem 1:1. Danach liess er in der Defensive nichts mehr anbrennen.
Bruno Martignoni: Note 5 Zuerst zuverlässig in der Rückwärtsbewegung, gegen Pedro mit mehr Mühe. Starker Distanzschuss.
Sandro Burki: Note 5 Dirigierte das defensive Mittelfeld lange Zeit gut. In der Zürcher Schlussoffensive etwas am Anschlag
Artur Ionita: Note 5 Rackerte viel und leistete seinen Teil im Kollektiv zur abgerundeten Teamleistung
Sven Lüscher: Note 4,5 Hatte gegen Brunner vor allem in der Startphase ein Herrenleben. Vergab aber eine Grosschance zum 3:0.
Alain Schultz: Note 5 Nützte seine Chance in der Startformation. War gleich an beiden Aarauer Toren beteiligt.
Dante Adrian Senger: Note 4,5 Der einzige Stürmer blieb mehrheitlich unauffällig. Doch als er seine Torchance bekam, nützte er sie.
Alexander Gonzalez: Note 5 Fügte sich nach seiner frühen Einwechslung ein und erledigte seinen Part mit bemerkenswerter Disziplin.
Sandro Foschini: Note 4,5 Seine Aufgabe, das Mittelfeld zu verstärken und zu stabilisieren, erledigte er ansprechend.
Oliver Jäckle Zu kurz im Einsatz, um bewertet zu werden.

Das Notenblatt: So spielten die FCA-Spieler gegen den FCZ

foto-net / Alexander Wagner

Nach 93 Minuten rissen Trainer René Weiler und seine wackeren Aarauer Kämpfer die Arme hoch. Dank einem starken Auftritt bodigte der FC Aarau den FC Zürich mit 2:1.

René Weiler lobte nach der Partie an der Pressekonferenz den «beherzten und offensiven Auftritt seiner Mannschaft». «Am Anfang mussten mussten wir zwei Mal auch das Glück in Anspruch nehmen, in den Schlüsselmomentan konnten wir aber die Big Points landen.» Er sprach damit vor allem die Torchancen der Gastgeber durch Mario Gavranovic und Maurice Brunner, sowie den Pfostenschuss von Davide Chiumiento an.

Die Aargauer Zeitung verlost für das kommende Heimspiel vom Sonntag, 29. September gegen Lausanne 25 x 2 Tickets für die Steheplätze.

Auch in der zweiten Halbzeit benötigte seine Mannschaft gegen stärker werdende Zürcher einige starke Paraden von Torhüter Joel Mall, um nicht noch den Ausgleich zu kassieren. Trotzdem sprach Weiler von einem «berechtigten» Sieg.

Erstes Saisontor von Senger

Einen Sieg, den sich die Aarauer durch eine freche Offensivstrategie aber auch verdient haben. Nach Fehlern von Raphael Koch und Brunner war die Kugel nach einem Schuss von Alain Schultz via Nef bei Davide Callà gelandet, der den etwas weit vor dem Tor stehenden Zürcher Keeper Davide Da Costa elegant umspielte und zum 1:0 (28.) - es war sein vierter Saisontreffer - ins Netz befördert hatte.

Und unmittelbar vor der Pause, Mall hatte eben gegen Gavranovic das 1:1 verhindert, war nach Vorarbeit von Schultz der Aarauer Stürmer Dante Senger zur Stelle, um mit seinem ersten Saisontor das 2:0 zu erzielen.

«Wir haben in dieser mehrwöchigen Meisterschaftspause sehr gut gearbeitet», sagte hinterher Davide Callà, «und heute haben wir die Früchte dafür abgeholt.» Aarau habe auch gezeigt, dass die Mannschaft nicht nur nach ruhenden Bällen Tore schiessen könne.

Starke Rückkehr von Regisseur Schulz

Neben dem nimmermüden Callà zeigte auch Rückkehrer Alain Schulz eine starke Partie. Der Mittelfeldspieler konnte wegen einer Verletzung in den letzten fünf Tagen nicht trainieren, überzeugte gegen Zürich aber mit zwei Vorlagen.

Das Erfolgsrezept? «Wir sind hinten gut gestanden und haben schnell umgeschaltet», sagte er gegenüber dem FC Aarau TV. Dass die Mannschaft in den Schlussminuten noch um die drei Punkte zittern musste, bezeichnet Schulz als «normal für einen Aufsteiger gegen eine starke Mannschaft wie Zürich».

Doch auch er wollte trotz dem überraschenden Auswärtssieg nicht euphorisch werden: «Das war ein Schritt Richtung Klassenerhalt. Jetzt wollen wir am Sonntag Lausanne zu Hause unbedingt schlagen.»

Callà warnt vor dem abgeschlagenen Tabellenletzten: «Aufgepasst, dieses Spiel wird schwerer als das heute gegen den FCZ.» Und Weiler sagt: «Jetzt erwarten natürlich in Aarau alle einen Sieg. Ich hoffe einfach, dass wir den Schwung von heute ins Lausanne-Spiel mitnehmen können.» (mbr/rom)

Aktuelle Nachrichten