Challenge League
FC Wohlen unterliegt in Biel mit 0:2

Der FC Wohlen erleidet in der Neuenburger Maladière gegen den FC Biel einen Rückschlag und verliert mit 0:2.

Hannes Hurter
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Er schoss eines der Bieler Tore: Matar Coly.

Er schoss eines der Bieler Tore: Matar Coly.

Keystone

Bonjour Tristesse! An derselben Stätte, wo Neuchâtel Xamax 1986 vor über 25'000 Fans gegen Real Madrid mit 2:0 triumphierte, verloren sich gestern bloss ein paar Hundert Kiebitze zum Liga-Alltag. Weil der Verband der altehrwürdigen Bieler Gurzelen die Challenge-League-Tauglichkeit abgesprochen hat, tragen die Seeländer ihre Heimspiele in der Maladière aus. Im Winter erfolgt der Spatenstich für die neuen «Stades de Bienne», einem Multisport-Komplex mit Fussball, Eishockey- und Curlingstadion, dessen Fertigstellung für Frühjahr 2015 geplant ist.

Die Geschichte von Biel-Wohlen ist schnell erzählt: Den offensivstarken Bernern hatten die Freiämter nur wenig entgegenzusetzen. Giovanni Proietti präsentierte sich als einziger Wohler in Normalform, bereits nach 20 Minuten vereitelte der Keeper mit starken Paraden vier Bieler Topchancen. Gegen den alleinstehenden Morello konnte er jedoch nichts ausrichten (1:0/8.). Nur dank Proietti lag Wohlen zur Pause nicht mit vier oder fünf Toren in Rückstand.

Biel erhöhte in der zweiten Hälfte durch Coly schnell auf 2:0 und verwaltete den Vorsprung trotz leichtem Freiämter Aufbäumen mühelos. Wohlen kam dennoch zu Chancen: Cristian Ianu, Thomas Weller und Gaspar verfehlten indes den Torerfolg. «Wir haben zuwenig getan, um Punkte mitzunehmen», sagte Wohlen-Trainer David Sesa. «Bei uns muss jeder Spieler an seine Grenzen gehen, damit etwas Zählbares herausschaut. Die Leistung heute war deutlich zu schwach.» Der Ex-Bieler Dario Dussin (im französischsprachigen Biel liebe voll «Düssää» ausgesprochen) konnte sich die Pleite kaum erklären: «Der Wille war da. Momentan sind wir aber zu unkonstant und machen zu viele Fehler.»

Für Wohlen bedeutet das 0:2 ein Rückschlag nach den zuletzt guten Vorstellungen und Punktgewinnen gegen Winterthur und Vaduz. Der FC Biel hingegen hievt sich um zwei Ränge nach oben und entfernt sich dank dem Heimsieg nun ein gutes Stück von der Tristesse.