Fussball
FC Wohlen nach 0:3-Heimniederlage gegen Winterthur Letzter

Zum Abschluss des ersten Saisonviertels rutschen die Freiämter vor 850 Zuschauern wieder ans Tabellenende der Challenge League. Auf den 0:1-Rückstand zur Pause, Aratore traf per Elfmeter, vermochte der FCW nie zu reagieren.

Ruedi Burkart
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Die Penalty-Szene zum 0:1: Wohlens Joel Kiassumbua im Pech. Wagner

Die Penalty-Szene zum 0:1: Wohlens Joel Kiassumbua im Pech. Wagner

foto-net / Alexander Wagner

«Never change a winning team.» Diesem Grundsatz, eine erfolgreiche Mannschaft nicht ohne Not auseinanderzureissen, folgte Wohlens Trainer David Sesa im Spiel gegen Winterthur.

Er liess im Challenge-League-Heimspiel gegen Winterthur die selben elf Akteure auf den selben Positionen ran wie beim 3:1-Sieg gegen Chiasso. Letztlich ohne Erfolg.

Nach 20 Minuten gleich zweimal Aufregung auf der Wohler Spielerbank. Erst versiebte Sturmspitze Paiva nach einem herrlichen Zuspiel von Kakoko aus aussichtsreichster Position das Führungstor. Sekunden später musste der Portugiese mit einem schmerzenden linken Oberschenkel raus. Für ihn kam Bijelic.

Knapper Penalty

Die zweite nennenswerte Aktion der stimmungsarmen ersten Halbzeit führte zum Winterthurer Führungstor. Radice fiel nach einem Laufduell gegen FCW-Aussenverteidiger Bühler im Strafraum wie ein reifer Apfel vom Baum – Penalty.

Marco Aratore traf mit viel Glück in die linke tiefe Ecke zum 0:1. FCW-Keeper Kiassumbua war beinahe noch dran.

0:1 hinten – und schon war sie wieder da, die Blockade in den Köpfen und Füssen der Freiämter.

Nach dem Seitenwechsel ging lange Zeit gar nichts mehr. Gegen genügsame Zürcher verpassten es die Wohler, «einfach» zu spielen und Druck über die Seiten zu machen.

Erst nach 61 Minuten wagte Ebipi einen scharfen Querpass von rechts in den Strafraum, der aufgerückte Stadelmann vergab jedoch.

Winterthur war keineswegs überlegen, es machte nur das Nötigste. Und entschied die Partie nach 73 Minuten durch Doppeltorschütze Aratore.

Das war zu viel für Branislav Nikic. Der Wohler Mittelfeldspieler sah nach 80 Minuten wegen Fouls die zweite gelbe Karte und flog vom Feld.

Dass Joker D’Acunto noch das 0:3 bewerkstelligte (87. Minute), sei nur der Vollständigkeit halber erwähnt.

Wohlens Geschäftsführer Urs Bächer sass nach dem Schlusspfiff wortlos auf der Trainerbank und schaute mit leerem Blick «seinen» Spielern beim Auslaufen zu. Immer wieder schüttelte er fast unmerklich den Kopf.

Rang 10 als logische Konsequenz

Das Kürzest-Zwischenfazit der ersten 9 von total 36 Runden fällt für den FC Wohlen äusserst ernüchternd aus.

Das im Sommer generalüberholte Team von Trainer David Sesa (je 12 Ab- und Zugänge) vermochte den Ansprüchen nur selten zu genügen.

Ausreisser gegen oben sind das 3:1 letzten Sonntag gegen Chiasso und das 1:1-Remis in Runde 4 gegen Lugano.

Dass die Freiämter übermorgen als Tabellenletzter in Schaffhausen in die zweite Saisonphase starten, ist so gesehen nicht mehr als logisch.

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