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FC Wohlen liefert schwächstes Spiel der Saison ab

Wohler Fans waren zahlreich ins giftgrüne Heerenschürli angereist.

Wohler Fans waren zahlreich ins giftgrüne Heerenschürli angereist.

Der FC Wohlen kann seine starke Form aus den vergangenen Spielen nicht bestätigen und verliert die Partie im Heerenschürli beim FC Zürich II verdient mit 1:2.

Vor den Augen von Ex-Nati-Goalie und Ex-FCW-Goalietrainer Pascal Zuberbühler spielt der FC Wohlen seine bislang wohl schwächste Saisonpartie und muss sich die Nullrunde gegen die zweite Mannschaft des FC Zürich auf die eigene Fahne schreiben. Bereits früh gingen die «kleinen Zürcher» in Führung. Lindrit Kamberi zeichnete sich nach nur zehn gespielten Minuten als Torschütze aus.

Im weiteren Verlauf entwickelte sich eine träge Partie, mit Vorteilen aufseiten der Gastgeber. Bei Wohlen unterdessen funktionierte das in den vorangegangenen Spielen doch so hervorragende Zusammenspiel in der Offensive überhaupt nicht. Sturmspitze Nsiala wurde nicht mit den nötigen Pässen gefüttert und musste sich daher zu häufig ins Mittelfeld zurückfallen lassen. Die Aussenbahnen präsentierten sich ebenfalls ungewohnt einfallslos uns unkonzentriert. Wohlen war zu keiner Zeit in der Lage, gefährlich vor das Tor der Hausherren zu kommen. Bis in die 41. Minute, als sich Kurioses ereignete. Mehrmals kamen die Gäste nach einem Eckstoss zu Abschlüssen in Richtung des Gehäuses von FCZ-Torhüter Novem Baumann, der entweder selbst klärte, oder sich auf die sich in jeden Schuss werfenden Mitspieler sowie die Torumrandung verlassen konnte. Die grosse Chance zum zu diesem Zeitpunkt äusserst unverdienten Ausgleich, blieb ungenutzt.

Aggressivität nützte nichts

Nach der Pause kamen die Freiämter aggressiver aus den Katakomben und versuchten, die Zürcher in Zweikämpfe zu verwickeln. Mit nur mässigem Erfolg. Schiedsrichter Simon Rosset fuhr eine äusserst kleinliche Linie und liess das aggressive Auftreten der Wohler im Keim ersticken. Es benötigte eine Standardsituation für Wohlen, um erstmals gefährlich vor das Tor der Heimequipe zu kommen. Eine von Muhamed Seferi hereingetretene Ecke fand den völlig freistehenden Defensivmann Marko Muslin, der ungehindert zum 1:1 Ausgleich einnicken konnte.

Grosser Jubel und neue Hoffnung für die zahlreich aus dem Freiamt und Umgebung mitgereisten Fans des FC Wohlen. Doch die Freude hielt nur kurz. Bereits drei Minuten nach dem Ausgleich erspielte sich der FC Zürich II die nächste Grosschance, die Bledian Krasniqi zum 2:1 und damit zum Endstand verwerten konnte.

Das Aufbäumen der Gäste in den letzten Minuten der Partie kam zu spät und brachte keine nennenswerten Aktionen mehr ein. Wohlen verlor die Partie und war selbst schuld. Man liess den Zürchern zu viele Freiräume und agierte in den Zweikämpfen nicht engagiert genug. Die Niederlage ist schmerzlich und hätte aufgrund der vorhandenen Spielanlage beider Teams verhindert werden können. Mit Glück hätte sogar, trotz schwacher Leistung, ein Punktgewinn im Bereich des Möglichen gelegen.

Am kommenden Samstag gastiert der FC Münsingen im Stadion Niedermatten. Der Anstoss erfolgt um 17.30 Uhr. Erneut ein wichtiges Spiel für den FCW, der gegen den aktuellen Abstiegskandidaten Nummer 1 antreten muss.

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