Fussball Aargauer Cup
FC Frick und FC Gränichen im Aargauer Cupfinal: Der Gewinner hat die Chance auf einen «Grossen»

Wer gewinnt den Aargauer Cupfinal? Vor dem Spiel am Donnerstag in Muri ist die Stimmung in Frick und Gränichen unterschiedlich.

Martin Probst
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Können die Gränicher wie hier im Halbfinal gegen Klingnau jubeln?

Können die Gränicher wie hier im Halbfinal gegen Klingnau jubeln?

Sandra Ardizzone

Der Spielplan wollte es so: Der Aargauer Cupfinal erlebte am vergangenen Samstag seine Hauptprobe. In der 2. Liga empfing der FC Gränichen den FC Frick. «Leider», sagt Gränichen-Trainer Hansruedi Birrer, «haben wir einen Genickschlag erhalten.» 0:3 hat sein Team verloren. Die Hauptprobe ist gründlich misslungen und die Tabellenführung im Ligabetrieb auch gleich noch weg. Neu führt der FC Wettingen die Rangliste an.

«Der psychologische Vorteil liegt nach diesem Spiel ganz klar aufseiten des FC Frick», sagt Birrer. «Wir haben uns sogar überlegt, ob wir für den Cupfinal Forfait erklären sollen.»
Nun muss Birrer selbst lachen. Aufgeben stand natürlich nie zu Debatte. Und er hält sich an die Redewendung, dass auf eine missratene Hauptprobe eine gelungene Premiere folgt. «Denn eigentlich haben wir eine herrvorragende Rückrunde gespielt. Die deutliche Niederlage gegen Frick kam unerwartet.»

Aargauer Cupfinal

Donnerstag, 25. Mai
Sportanlage Brühl, Muri

ab 10 Uhr diverse Finalspiele von Junioren und Senioren

Final Aktive: 18.30 Uhr
FC Frick - FC Gränichen

Endlich eine Einheit

Zuversichtlich stimmt den Trainer, dass seine Mannschaft seit der Winterpause wie verändert ist. Junge Spieler brachten frischen Wind in ein Team, das zuvor keine Einheit war. «Einigen Spielern fehlte der Wille. Das Team aus der Vorrunde hätte niemals den Cupfinal erreicht. Das können sie dick unterstreichen», nervt sich Birrer immer noch, wenn er daran denkt. «Nun hat das Team Charakter. Wir haben einen Zusammenhalt, der uns weit bringen kann.»

Im vergangenen Jahr ist Gränichen im Cuphalbfinal gescheitert, dem FC Frick ist das sogar zweimal in Folge so ergangenen. «Entsprechend brennen meine Jungs darauf, den Cup zu gewinnen», sagt Trainer Samuele Drakopulos. Anders als beim Konkurrenten ist die Stimmung in Frick nach dem Wochenende selbstredend sehr gut. «Wir haben beide Spiele der Saison gegen Gränichen gewonnen. Das zeigt, dass wir für sie ein sehr unangenehmer Gegner sind.»
Drakopulos, der in seiner Aktivkarriere unter anderen für den FC Aarau und die Young Boys spielte, sieht auch beim FC Frick eine klare Aufwärtstendenz seit der Winterpause. «Wir haben nur noch zwei Spiele verloren. Das Team hat sich stark entwickelt und ist nun bereit für den Cupsieg. Das 3:0 gegen Gränichen hat uns das letzte Selbstvertrauen gegeben», sagt der Trainer, der seit der Winterpause im Amt ist und nun bereits ein Highlight in dieser Funktion erlebt.

Plötzlich gegen Basel?

Für beide Vereine wäre ein Sieg am Donnerstag in Muri der grösste Erfolg in der jeweiligen Klubgeschichte. Als weiteres Highlight lockt zudem ein Duell mit einer Grösse des Schweizer Fussballs. Denn der Aargauer Cupsieger qualifiziert sich für die erste Hauptrunde des Schweizer Cups in der nächsten Saison. Wenn es das Los dann gut meint, ist plötzlich der FC Basel zu Gast.