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FC Aaraus Alain Schultz will zum FC Wohlen wechseln

Wechselbad der Gefühle: Die Wohler feiern gegen Servette ein Schützenfest und verabschieden Michael Winsauer. Doch vielleicht kommt schon bald Alain Schultz.

Wechselbad der Gefühle: Die Wohler feiern gegen Servette ein Schützenfest und verabschieden Michael Winsauer. Doch vielleicht kommt schon bald Alain Schultz.

Riesenfest zum Saisonabschluss des FC Wohlen: 1350 Zuschauer beklatschen erst den Kantersieg gegen Servette und feiern dann den Ligaerhalt. Der Abschied von Captain Michael Winsauer schmerzt, doch die Freiämter stehen vor einem Transfercoup.

Natürlich hat Alain Schultz seinen Vertrag mit dem FC Aarau nach der Winterpause bis 2015 verlängert. Natürlich geht die Führungscrew des Super Ligisten momentan davon aus, dass der Mittelfeldspieler mit dem knallharten Schuss im Brügglifeld bleiben wird. Geht es allerdings nach dem Willen von Schultz, platzt in den nächsten Tagen eine Transferbombe.

Schultz ist mit seiner Situation in Aarau nämlich überhaupt nicht mehr zufrieden. «Ich werde mich nach Abschluss der Meisterschaft möglichst schnell mit den FCA-Vereinsverantwortlichen zusammensetzen», sagt der 31-Jährige. «Mein Ziel ist es, den Vertrag aufzulösen, um in der neuen Saison beim FC Wohlen spielen zu können. Beim FC Aarau bekam ich während der Rückrunde zu wenige Einsatzmöglichkeiten. Ich sehe keine Perspektiven mehr. So kann es nicht weiter gehen.»

Hoppla. Das sind klare Worte. Tatsächlich verlor Schultz nach dem Aufstieg in die Super League im Frühling 2013 den Stammplatz. In der Hinrunde kam er in elf Partien zum Einsatz und stand siebenmal in der Startelf. In der Rückrunde kam er ebenfalls in elf Partien zum Einsatz, stand aber nur viermal in der Startelf. Insgesamt war er 886 Minuten im Einsatz, schoss drei Tore und gab vier Assists. Die Führungscrew des FC Aarau wird über die Abwanderungsgelüste von Schultz sicherlich überrascht und wohl auch enttäuscht sein. Trotzdem kann man davon ausgehen, dass sie Schultz beim Wechsel zum Kantonsrivalen keine Steine in den Weg legen werden.

Beim FC Wohlen will man momentan zur Personalie Schultz keine Stellungnahme abgeben. Das ist insofern nachvollziehbar, als dass der Ball in dieser heiklen Sache bei Aarau und Schultz liegt. Eines steht aber fest: Sollten die Aarauer Schultz ziehen lassen, wird man den verlorenen Sohn mit offenen Armen empfangen. Schultz spielte von 2002 bis 2003, von 2004 bis 2009 und in der Saison 2010/11 bei den Freiämtern. Im Lauf der Zeit wurde er beim FC Wohlen zu einer Kultfigur.

Die FCW-Anhänger würden sich über eine Rückkehr des verlorenen Sohnes bestimmt freuen. Gestern Abend freuten sie sich nach dem 5:0-Sieg gegen Servette aber erst einmal über den Ligaerhalt. Im Mittelpunkt des Geschehens stand Captain Michael Winsauer. Der 31-jährige Österreicher kam 2010 zum FC Wohlen und bestritt in vier Saisons 123 Pflichtspiele. Nun beendet er seine 13-jährige Profikarriere. Winsauer spendete den Fans zum Abschied drei oder vier Fässer Bier. Mag sein, dass er das eine oder andere Glas gleich selbst getrunken und die Nacht zum Tag gemacht hat.

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