Vor rund einer Woche revidierte das Obergericht einen Entscheid des Bezirksgerichts und erhöhte die Strafe von 300000 Franken auf 1,8 Millionen.

Das Gerichtsverfahren geht auf eine Zusammenarbeit des FC Aarau und MTO Beratung im Jahr 2001 zurück, als die Aarauer in Finanznöten steckte. Die damalige Vereinsleitung übertrug in einer Rettungsaktion die Transferrechte von diversen Junioren an die Zuger Beratungsfirma, die im Gegenzug 2,5 Millionen Franken auf das Konto des FCA überwies. Ohne dieses Geld hätte der damalige Super-League-Klub den Profibetrieb aufgeben müssen.

Die Aarauer verpflichteten sich in diesem Vertrag, der Firma MTO jährlich 106 000 Franken «Miete» für die Spieler zu zahlen. Zwischen den beiden Parteien kam es dann rasch zu Uneinigkeiten, die im Rechtsstreit mündeten. Die Aarauer sprachen von einem Kaufvertrag, währenddem der Geschäftspartner auf einen Darlehensvertrag pochte.

Seit 2003 sind der Verein FC Aarau 1902 und die FC Aarau AG, die für den Profibetrieb und das Team Aargau zuständig ist, rechtlich getrennt. Vom Urteil des Obergerichts betroffen ist also nur der Verein, der sich um den Amateurfussball kümmert. (sha/si)