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FC-Aarau-Trainer Weiler: «Xamax ist das schwerste Los, das möglich war»

Sechs Tage vor dem Auswärtsspiel gegen Lausanne trifft der FC Aarau auf dem Kunstrasen vom Stade de la Maladière auf Xamax. Den ersatzgeschwächten Super-League-Aufsteiger erwartet alles andere als eine leichte Aufgabe.

Ruedi Kuhn
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Callà will nach dem 0:1 in der Meisterschaft, diesmal gegen St. Gallen im Cup gewinnen.

Callà will nach dem 0:1 in der Meisterschaft, diesmal gegen St. Gallen im Cup gewinnen.

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Trainer und Journalisten haben in Sachen Fussball oft unterschiedliche Sichtweisen. Journalisten blicken mit Vorliebe auf Resultate und Tabellen und machen sich nach Niederlagen auf die Suche nach Sündenböcken. Trainer richten ihr Augenmerk auf die Leistungen und Fortschritte der Spieler, schauen aufs Kollektiv und den Teamgeist. René Weiler sieht das jedenfalls so.

Im Cup gegen Xamax steht allerdings auch für den Trainer des FC Aarau das Resultat im Vordergrund. Weiler beurteilt die Ausgangslage wie folgt: «Wir sind erstmals in dieser Saison Favorit und wollen unbedingt weiterkommen. Der Gegner wird uns aber alles abverlangen. Xamax ist das schwerste Los, welches zum Auftakt des Cup-Wettbewerbs möglich war.»

Xamax mit starker Mannschaft

Tatsächlich hat sich der Aufsteiger in die 1. Liga Classic im Hinblick auf diese Saison gezielt verstärkt und könnte mit dem aktuellen Kader auch in der 1. Liga Promotion, ja sogar in der Challenge League mithalten. Mit Torhüter Laurent Walthert und Regisseur Charles-André Doudin verpflichteten die Neuenburger zwei Spieler, die der FC Biel unbedingt halten wollte. Über Qualität verfügen auch die Innenverteidiger Kilian Witschi und Jérôme Schneider sowie die Stürmer Loic Chatton und Mickaël Rodriguez.

Ein Vorteil für Xamax ist zweifellos der Kunstrasen. Zwar hat der FC Aarau am Donnerstag, Freitag und Samstag im Schachen auf einer ähnlichen Plastikunterlage wie in der Neuenburger Maladière trainiert, so richtig wohl fühlen sich die meisten Spieler auf dem schnellen Geläuf allerdings nicht.

Callà soll es richten

Bei der FCA-Startformation lässt sich Weiler nicht in die Karten schauen. Verteidiger Bruno Martignoni ist gesperrt. Verletzungsbedingt fehlen Mittelfeldspieler Sven Lüscher und Flügelstürmer Remo Staubli. Nicht mit dabei ist auch Linus Hallenius. Der schwedische Mittelstürmer ist weiterhin im Aufbautraining. So ruhen die Hoffnungen in der Offensive auf Davide Callà. Macht der Mann, der in dieser Saison schon drei Tore erzielt hat, wieder einmal den Unterschied aus? Ein Fragezeichen steht hinter dem Einsatz von Juan Pablo Garat, der wohl zum Aufgebot zählen, aber nicht von Beginn an spielen wird.

Bleibt die Frage zu klären, ob sich die Aarauer bis Ende September noch verstärken werden. Das wird sich wohl nach den nächsten Spielen in der Meisterschaft gegen Lausanne, Sion und St. Gallen entscheiden. Im Visier des Super-League-Aufsteigers sind Basels Darko Jevtic, GCs Mergim Brahimi und Wils Claudio Holenstein. Sie alle sind offensive Mittelfeldspieler, die frischen Wind in die Reihen des FCA bringen könnten.

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