Schultz Kult
FC-Aarau-Spieler Schultz parodiert Sportstars: Zum Start macht er den Federer

Alain Schultz ist nicht nur ein begnadeter Fussballer, sondern auch ein grosser Entertainer. Schultz hat sich darauf spezialisiert, Sportstars zu parodieren. In losen Folgen wird er zu aktuellen Themen parodieren, heute in der Rolle von Roger Federer

Andreas Fretz
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Schultz Kult: FCA-Spieler Alain Schultz imitiert Roger Federer.

Schultz Kult: FCA-Spieler Alain Schultz imitiert Roger Federer.

Nordwestschweiz

Fussballer Alain Schultz verfügt nicht bloss über einen strammen Schuss, sondern auch über eine wunderbar wandelbare Stimme. Sein Repertoire reicht von Roger Federer über Ottmar Hitzfeld bis zu Kaiser Franz.

Der Mittelfeldspieler des FC Aarau ist abseits des Rasens ein begabter Imitator bekannter Grössen aus der Welt des Sports. Sein Talent hat der 31-Jährige Basler relativ spät entdeckt.

Es war an einem Geburtstagsfest seines Göttis, der Basler Fussballlegende Karl Odermatt. «Ich war damals 24 oder 25 Jahre alt», sagt Schultz. Das «Lieblingsopfer» des Fussballprofis ist Roger Federer. «Aufgrund meiner Basler Herkunft liegt mir sein Dialekt», erklärt Schultz.

Mit Federer-Stimme Hotel gebucht

Im aktuellen Video imitiert Schultz den Tennis-Maestro, spricht mit breitem Baseldeutsch über nächtliche Anrufe Rafael Nadals, über das 3 Meter hohe Spielhäuschen seiner Zwillinge, über den Davis-Cup und die Champions-League-Pleite des FC Basel in Madrid. Den Vergleich mit professionellen Stimmenimitatoren muss Schultz nicht scheuen, im Gegenteil.

Viel Zeit zum Üben bleibt dem Fussballer allerdings nicht. «Entweder liegt mir jemand, oder eben nicht», sagt Schultz. Um die bekannten Sportgrössen zu imitieren, schaut sich Schultz Youtube-Videos an, studiert deren Macken, die Sprechweise und die Bewegungen.

So wurde Schultz selbst zum Youtube-Star. Während seiner Zeit bei GC wurden erste Aufnahmen auf das Videoportal hochgeladen.

Beim FC Aarau hat man das Talent des Mittelfeldspielers auch schon zu Marketingzwecken eingesetzt. Im FC Aarau TV trat er als Roger Federer, Hanspeter Latour und Ottmar Hitzfeld auf und rührte so die Werbetrommel für die nächsten Heimspiele.

Auch Christian Gross, Gilbert Gress, Oliver Kahn oder Franz Beckenbauer zählen zu Schultz’ Repertoire. «Ich erhalte viel positives Feedback», sagt Schultz. Von den Imitierten hat sich allerdings noch nie jemand gemeldet. «Eine Reaktion von Roger Federer würde mich besonders freuen, ihn würde ich sehr gerne kennenlernen», sagt das Stimmwunder.

In Federers Namen hat Schultz auch schon einen Telefonstreich gespielt. In Wohlen buchte er ein Hotelzimmer. «Zuerst waren sie misstrauisch, als dann aber eine Kollegin im Namen von Federers Management nachdoppelte, kam die Reservation zustande», sagt Schultz. Den Streich hat er selbstverständlich aufgelöst. Nach seiner Zeit als Fussballer kann sich Schultz auch regelmässige Auftritte als Stimmenimitator vorstellen.