FC Aarau
Fast eine Million in Klubkasse: Geldregen sorgt für Sonnenschein über dem Brügglifeld

Eine halbe Million war das Ziel, geworden sind es 800'000 Franken: Der FC Aarau kann dank der gelungenen Aktienkapitalerhöhung seine sportliche Vorwärtsstrategie fortführen und weiss gleichzeitig: Die Leute finden den neuen Kurs gut.

Sebastian Wendel
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Finanziell scheint über dem FC Aarau wieder etwas mehr die Sonne als auch schon in Corona-Zeiten.

Finanziell scheint über dem FC Aarau wieder etwas mehr die Sonne als auch schon in Corona-Zeiten.

«Erfreulich», sagt ein begeisterter Philipp Bonorand am Telefon, «sehr erfreulich - und sehr wichtig!» Die Begeisterung des FCA-Präsidenten hat einen guten Grund: 800'000 Franken. So viel neues Geld schwemmt die Aktienkapitalerhöhung in die Klubkassen. Alle zum Verkauf angebotenen 8000 Aktien (Nennwert je Aktie 50 Franken, Ausgabewert 100 Franken) wurden bis zum Ende der Frist am 15. November verkauft. Das Aktienkapital beträgt neuerdings 2'110'000 Franken.

Und es hätte noch mehr sein können: Gemäss Bonorand wollte in den letzten Tagen der Zeichnungsfrist eine Gruppe ein grösseres Aktienpaket kaufen - so viele wie gewünscht waren jedoch nicht mehr zu haben. Man habe, so Bonorand, schliesslich mit allen Interessenten eine gute Lösung gefunden.

Das frische Geld kann der FC Aarau gut gebrauchen: Seit Corona-Beginn sind die Reserven geschrumpft, Ende 2020 lagen sie noch bei rund einer halben Million Franken (einst über 900'000 Franken). Auch für 2021 wird mit einem Verlust im sechsstelligen Bereich gerechnet. Um die sportliche Vorwärtsstrategie nicht zu gefährden, also um nicht aus finanzieller Not Spieler verkaufen zu müssen oder Verträge nicht verlängern zu können, ist man auf frisches Kapital angewiesen.

Dass es nun gleich das Maximum der an der letzten GV beantragten Kapitalerhöhung wurde, davon konnte im Voraus nicht ausgegangen werden. Das Minimalziel der FCA-Führung waren denn auch 500'000 Franken - umso mehr Grund zur Freude für Bonorand und Co., dass die 800'000er-Marke erreicht wurde. Das darf auch als Zeichen der Fans, Gönner und weiteren Sympathisanten verstanden werden, dass sie den vor einem Jahr eingeschlagenen Weg des FC Aarau gut finden.

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