Elf neue Spieler und ein neues Trainerteam. FCA-Sportchef Sandro Burki durfte aufräumen. Seine «Transfercoups» wurden von Experten gelobt, nach der guten Vorbereitung war das ganze FCA-Umfeld zuversichtlich, doch es kam anders. Das neue Team funktioniert nicht. Null Punkte nach sechs Liga-Spielen. Statt nach Aufstieg schmeckt es im Brügglifeld momentan eher nach Promotion League. 

FCA-Präsident Alfred Schmid sagte vor der Saison: «Wir werden nun die Reserven anzapfen, um die Mannschaft zu verbessern. Wir wollen Hochkaräter holen, die uns sofort helfen können.» Angesichts der minimalen Ausbeute fühlt sich Schmid jedoch nicht veräppelt. «Ich denke, es wurde umgesetzt, was ich angekündigt habe», sagt Schmid heute. Auf die Frage, ob Sportchef Sandro Burki einen guten Job gemacht habe, antwortet der Präsident: «Ja. Er hat das Team nach seinem Gutdünken zusammengestellt und wurde von Experten und den Medien gelobt.»

Warum es trotzdem nicht funktioniert, erklärt der Präsident damit, dass einige Spieler die Challenge League vielleicht unterschätzt hätten. Die starke Vorbereitung, der miserable Saisonstart. Die mentale Verarbeitung dieser Tatsachen sei schwierig.

Die Verantwortung für die Krise tragen so Schmid «alle involvierten Personen». Der Präsident weiss aber auch, dass sich Super-League-Spieler, die zum FC Aarau in die Challenge League wechseln, oder auch junge Talente, die den FCA als Sprungbrett sehen, eigentlich für Höheres berufen fühlen. «Mir ist schon klar, dass ein Spieler aus der Super League nicht sofort enthusiastisch reagiert, wenn es nur noch für die Challenge League reicht. Bei Vertragsverhandlungen wird uns jeweils Herzblut versprochen», sagt Schmid. Bislang haben die Spieler ihr Versprechen nicht eingehalten. (jaw)

Ein grosses Interview mit Alfred Schmid lesen Sie am Samstag in der Schweiz am Wochenende.