FC Aarau
Nach Standpauke für Balljungen: Liga eröffnet Verfahren gegen Trainer Stephan Keller

Muss der FC Aarau im nächsten Ligaspiel in Schaffhausen auf seinen Trainer verzichten? Die Liga ermittelt gegen Stephan Keller, ihm droht eine Sperre.

Sebastian Wendel
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Stephan Keller droht eine Spielsperre.

Stephan Keller droht eine Spielsperre.

Claudio Thoma / freshfocus

Seit einem Gespräch, in dem Präsident Philipp Bonorand und Sportchef Sandro Burki ihren Ärger gegenüber Trainer Keller über dessen Fehlverhalten klarmachten, ist die Sache klubintern erledigt. Da es letztlich bei zwar lauten, aber harmlosen Worten gegenüber einem Balljungen aus den eigenen Reihen geblieben ist, erschien ein Disziplinarverfahren von Seiten der Liga unwahrscheinlich.

Doch genau dies ist nun eingetroffen: «Der Disziplinarrichter im Spielbetriebswesen der Swiss Football League hat gegen Stephan Keller ein Verfahren eröffnet. Der Trainer des FC Aarau hatte sich nach dem Schlusspfiff in der Partie der 32. Runde gegen den Grasshopper Club Zürich (2:1) unsportlich gegenüber einem Balljungen verhalten. Bis zum Abschluss des Verfahrens werden keine weiteren Auskünfte erteilt.» Das Urteil dürfte noch in dieser Woche bekannt werden - im Raum stehen eine Sperre oder eine Geldbusse. Es ist aber auch möglich, dass nach Anhörung der Stellungnahmen von einer Strafe abgesehen wird.

Kurios: Letztmals wurde ein Trainer des FC Aarau im Herbst 2017 gesperrt. Marinko Jurendic musste das Spiel auswärts in Wil von der Tribüne verfolgen. Sein Assistent und Stellvertreter für die Partie in der Ostschzweiz damals: Stephan Keller...