Challenge League
Gelungener Marketingstreich: Wie der FC Aarau einen neuen Fan aus Schaffhausen gewonnen hat

Bereits eine Woche vor Weihnachten beschert der FC Aarau den 12-jährigen Yonah beim Heimspiel gegen Xamax, obwohl er eigentlich gar kein Interesse am Verein hatte. Grund für die Aktion war ein Artikel beim Newsportal «watson».

Nik Dömer
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Yonah posiert vor dem Xamax-Spiel mit seinem neuen FCA-Shirt.

Yonah posiert vor dem Xamax-Spiel mit seinem neuen FCA-Shirt.

bild: fca/miguel peralta

Der FC Aarau hat am letzten Spieltag des Jahres nicht nur die Partie, sondern auch einen neuen Fan gewonnen. Der 12-jährige Yonah wurde mittels persönlicher Einladung, geschenktem Trikot und einem überzeugenden Auftritt gegen Neuchâtel Xamax vom FCA begeistert.

Doch warum erhielt Yonah einen derart prominenten Empfang im Brügglifeld? Hintergrund der Geschichte spielte sich beim Zukunftstag im November ab. Yonah durfte diesen beim Newsportal «watson» verbringen und betonte damals in einem Online-Artikel, dass er für die Challenge League und den FC Aarau kein Interesse hätte.

Kurz darauf hat der FC Aarau mit einem kleinen, aber feinen Marketingstreich reagiert. Ex-Spieler Miguel Peralta – der inzwischen für den FC Aarau im Marketing tätig ist – erklärt die Aktion: «Wir haben den Bericht gelesen und wollten das so nicht stehen lassen. Deshalb haben wir darauf Yonah samt Familie und Freunden ans letzte Heimspiel der Saison eingeladen.»

Yonahs Unterstützung hat gewirkt: Der FC Aarau konnte das letzte Heimspiel im Jahr 2021 gegen Xamax mit 1:0 für sich entscheiden.

Yonahs Unterstützung hat gewirkt: Der FC Aarau konnte das letzte Heimspiel im Jahr 2021 gegen Xamax mit 1:0 für sich entscheiden.

Marc Schumacher / freshfocus

«Es hiess, sie hätten den FCA lauthals angefeuert»

Die Gäste aus dem Kanton Schaffhausen seien von der Einladung begeistert gewesen: «Wir deckten alle mit Merchandise ein und sie durften auf dem Rasen im Brügglifeld Fotos machen. Nach dem Spiel hiess es sogar, sie hätten den FCA lauthals angefeuert. Wir haben also unser Ziel erreicht.»

Bekommt nun also künftig jeder, der sich in der Öffentlichkeit desinteressiert über den FC Aarau äussert, eine persönliche Einladung? «Natürlich kann das jetzt nicht zur Gewohnheit werden, aber für uns war es eine gelungene Aktion, die wir so natürlich gerne sporadisch wieder machen», betont Peralta.

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