Schweizer Cup
FC Aarau erledigt die Pflicht gegen Pully souverän

Die Aarauer stehen nach einem 4:1-Sieg in Pully in der nächsten Runde. Die Hauptrolle beim Aarauer Gastspiel am Genfersee war dem Flügelspieler David Marazzi vorbehalten. Ausgerechnet er, der das Fussballspielen beim Gegner Pully Football erlernte.

Patrick Haller
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Marazzi spielte in seiner ehemaligen Heimat die Schlüsselrolle (Archiv)

Marazzi spielte in seiner ehemaligen Heimat die Schlüsselrolle (Archiv)

Keystone

Marazzis Familie ist auch heute noch im Vorort von Lausanne zu Hause. Der 28-Jährige war an den drei ersten Aarauer Treffern beteiligt und entsprechend zufrieden: «Es war ein aussergewöhnliches Spiel für mich vor den Augen meiner Familie und meiner Freunde», sagte Marazzi. Zudem habe er sich, nachdem er zuletzt nur eine Reservistenrolle einnahm, mit seiner Leistung auch beim Trainer wieder ins Gespräch bringen können.

Marazzi stach aus Kollektiv heraus

In der Tat stach Marazzi gegen seinen Stammverein als überragende Figur aus dem Aarauer Kollektiv heraus. Beim Führungstreffer profitierte er vom Luftloch von Abwehrspieler Yannick Mbemba, um von linksaussen per Direktabnahme einzuschiessen. Kurz vor dem Pausentee bediente er Roman Buess, der den Ball im Nachsetzen zum 2:0 versenkte. Und schliesslich war Marazzi alleine vor Torhüter Antony Russo auch für den dritten Torerfolg verantwortlich (57.).

Dies war zugleich die Entscheidung in einer Begegnung, die die Schützlinge von Cheftrainer René Weiler unnötig spannend machten. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit kam Pully nach einem Missverständnis zwischen Verteidiger Olivier Jäckle und Torhüter Joël Mall zum Ehrentreffer. Und in einer identischen Situation nach dem Seitenwechsel verpasste Carlos Cea nur haarscharf einen zwischenzeitlichen Ausgleich für den Waadtländer Zweitligisten. «Da haben wir uns das Leben selbst unnötig schwer gemacht», wusste Cheftrainer Weiler.

Mangelhafte Chancenauswertung

Am Ende, als die Kräfte der Amateure merklich nachgelassen hatten, setzte sich Aarau aber standesgemäss mit 4:1 durch, nachdem Goran Antic in der Nachspielzeit für den Endstand besorgt war. Der Aarauer Erfolg hätte dabei durchaus höher ausfallen können: «Unsere Chancenauswertung war mangelhaft», sagte Weiler. Dennoch durfte aus Aarauer Sicht am Ende des Tages zufrieden konstatiert werden, dass die Pflichtaufgabe souverän erfüllt wurde.