FC Aarau

FC Aarau besiegt Wil nacht hartem Kampf mit 2:1

Der FC Aarau gewinnt gegen Wil im Brügglifeld vor 2900 Zuschauern mit 2:1. Die Aarauer gingen in der früh in Führung, mussten danach für den Sieg aber hart kämpfen. Die Aarauer taten sich gegen die unbequemen Ostschweizer bis am Schluss schwer.

Die AC Bellinzona steht vor dem finanziellen Kollaps, Winterthur verliert gegen den Tabellenletzten Locarno 2:3 und Wil unterliegt in Aarau 1:2: FCA-Präsident Alfred Schmid und Sport-Koordinator Urs Bachmann sprachen nach getaner Arbeit und einem Blick auf die Tabelle der Challenge League «von einem goldenen Sonntag». Der Vorsprung auf die Verfolger wächst und wächst. Trainer René Weiler doppelte nach und sprach von einem grossen Schritt in die richtige Richtung. Vom Spiel seiner Mannschaft war er weniger begeistert. «Der Sieg ist aufgrund der guten Leistung in der ersten Halbzeit verdient», sagte Weiler. «Nach dem 2:1 liessen wir es allerdings an jeglicher Souveränität vermissen. Wir verloren den Faden, spielten wirr und hatten Glück, dass Wil nicht zum Ausgleich kam.»

Drei verletzungsbedingte Ausfälle

Klare Worte, die den Nagel auf den Kopf treffen. Der Auftritt der Aarauer während der letzten halben Stunde war schlecht. Sehr schlecht sogar. Die verletzungsbedingten Ausfälle von Juan Pablo Garat (Zerrung), von Davide Callà (Schmerzen im Knie) und von Sven Lüscher (starke Prellung im Oberschenkel) führten noch vor Ablauf einer Stunde dazu, dass das Wechselkontingent ausgeschöpft war. Dies führte dazu, dass der eine oder andere FCA-Spieler gegen Ende der Partie buchstäblich auf dem Zahnfleisch lief. Wil jedenfalls drängte in der Schlussviertelstunde vehement auf das 2:2 und vergab während dieser Zeitspanne gleich vier hochkarätige Möglichkeiten.

Der FC Aarau tat sich vor 2900 Zuschauern aber nicht nur in der Schluss-, sondern auch in der Startphase schwer. Für den Führungstreffer brauchte es einen ruhenden Ball: Igor Nganga erzielte nach einem Freistoss von Lüscher das 1:0. Es war bereits der vierte Saisontreffer des Linksverteidigers aus dem Kongo. Silvan Widmer, Lüscher und Nganga vergaben in der Folge weitere hochkarätige Möglichkeiten. Und wer die Tore nicht schiesst, der kassiert sie: Stjepan Vuleta gelang kurz vor dem Pausenpfiff mittels Penalty der Ausgleichstreffer. Nach einem Freistoss von Claudio Holenstein berührte Lüscher den Ball innerhalb des Strafraums mit der Hand. Folgerichtig entschied Schiedsrichter Luca Gut auf Elfmeter. In der zweiten Halbzeit erhöhte Aarau den Rhythmus. Der Lohn folgte auf dem Fuss: Nach einer Doppelchance von David Marazzi traf Alain Schultz mit einem Knaller aus acht Metern zum 2:1. Nach 53 Minuten war allerdings Schluss mit lustig. Dass der FC Aarau den Erfolg trotzdem über die Runden brachte, passt zu dieser Saison: Er gewinnt auch, wenn er ins Schleudern kommt.

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