Volleyball
Favorit Schönenwerd setzt sich im Derby gegen Laufenburg-Kaisten klar durch

Beim Regionalderby in der NLA verliert Laufenburg-Kaisten mit 0:3 gegen Schönenwerd. Bei Laufenburg war man trotzdem nicht völlig unzufrieden, denn kämpferisch und über weite Strecken auch spielerisch stimmte die Leistung des Teams.

Beat Hager
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Michael Moor von Smash 05 Laufenburg-Kaisten setzt im Spiel gegen Schönenwerd zum Angriff an.

Michael Moor von Smash 05 Laufenburg-Kaisten setzt im Spiel gegen Schönenwerd zum Angriff an.

Adrian Knecht

Nicht weniger als 300 Zuschauer sorgten gestern beim Regionalderby in der Sporthalle Blauen in Laufenburg für eine tolle Kulisse. Dabei stiegen die ambitionierten Gäste aus Schönenwerd als klarer Favorit in die Partie. Rund 10 Minuten vor Spielbeginn die Hiobsbotschaft beim Gastgeber, als Roman Sutter beim Einspielen eine Oberschenkelverletzung erlitt und Forfait geben musste. «Mit dem ehemaligen Smash-Junior kehrte ein wichtiger Akteur und ehemaliger Schweizer Meister auf diese Saison hin zu uns zurück und gerne hätte ich gegen Schönenwerd auf ihn gesetzt, doch nach seiner Verletzung musste ich kurzfristig das Team umstellen», erklärte Laufenburg-Trainer Marc Fischer.

So war denn auch wenig verwunderlich, als die Gäste aus dem Niederamt den ersten Satz problemlos kontrollierten und beherrschten. Mit schönen Spielzügen agierten die Solothurner spielstark, während die Fricktaler mit Kampfgeist entgegensetzten. Mit 25:18 vermochten die mit fünf Nationalspielern bestückten Schönenwerder den ersten Satz für sich zu entscheiden.

Lange Paroli geboten

Der Gastgeber raffte sich im zweiten Satz unter der Regie von Topskorer Mathias Jost sowie des Bulgaren Aleksandar Petkov auf und vermochte dank einer kompakten Mannschaftsleistung dem Favoriten lange Zeit Paroli zu bieten, doch in den entscheidenden Phasen setzte sich die Ruhe und die Konzentriertheit des Europacup-Teilnehmers mit 25:21 durch.

Trotz eines klaren 0:4-Rückstands im 3. Satz machten es die Einheimischen nochmals spannend und sorgten mit einem zwischenzeitlichen 15:16 für eine umkämpfte Schlussphase, in welchem aber Schönenwerd mit 25:17 alles klar machte. Dabei machten Spieler wie die beiden Internationalen Reto Giger und Jan Schnider und Topskorer Noah Eichenberger den Unterschied aus.

Glücklicher Bujar Dervisaj

Schönenwerd-Trainer Bujar Dervisaj zeigte sich nach Spielschluss neben dem Sieg auch mit der Leistung seiner Truppe zufrieden. «Vor dem Spiel war ich leicht nervös. Doch hatte ich vollstes Vertrauen in mein Team, dass sie ihre technischen und mentalen Qualitäten mit der nötigen Motivation auch gegen Laufenburg ausspielt. Und dieses Vertrauen haben sie erfolgreich umgesetzt.», so der kosovarische Coach.

Nun folgt am kommenden Samstag gegen Leader Lugano der Spitzenkampf, bevor der TV Schönenwerd erstmals in seiner Vereinsgeschichte am 5. November im Europacup in Zypern im Einsatz steht.

«Aufbau auf dieser Leistung»

Trotz der Niederlage zeigte sich auch Smash-Trainer Marc Fischer nicht unzufrieden: «Kämpferisch und über weite Strecken auch in spielerischer Hinsicht boten wir eine gute Leistung. Obwohl wir im 2. Satz eine Überraschung nur knapp verpassten, war der Glauben bis zuletzt vorhanden. Obwohl wir wenig Eigenfehler machten, war Schönenwerd die konstantere und routinierte Equipe. Im Hinblick auf das bevorstehende Gastspiel gegen Züri Unterland gilt es nun, auf dieser Leistung aufbauen».