Rad
Familie Zahner: Mit Leib und Seele über Stock und Stein

Drei Generationen der Familie Zahner stehen beim Süpercross in Baden am Start. Grossvater Beat, Profi Simon und sein Sohn Levin. Für die sportliche Familie ist das ein fast alltäglicher Vorgang.

Carla Stampfli
Drucken
Teilen
Die Zahners: Grossvater Beat (links), Profi Simon (rechts) und sein Sohn Levin. Foto: ces

Die Zahners: Grossvater Beat (links), Profi Simon (rechts) und sein Sohn Levin. Foto: ces

Wenn am Sonntag Grossvater Beat, Profi Simon und dessen 6-jähriger Sohn Levin auf der 2,6 km langen Süpercross-Strecke um die Wette fahren, mag das auf den ersten Blick reichlich unüblich erscheinen. Für die Familie Zahner ist das jedoch ein alltäglicher Vorgang. «Wir sind halt eine Sportsfamilie», sagt der 30-jährige Simon Zahner lachend. Zu fragen, von wem die Leidenschaft fürs Radfahren stammt, ist fast schon müssig.

Beat Zahner war schon seit Kindesalter begeisterter Radfahrer und fährt noch heute mit Leib und Seele über Stock und Stein. Kein Wunder, trifft man den 55-jährigen Zürcher auch in Baden an. «Im letzten Jahr war ich zum ersten Mal dabei. Es war ein super Herbsttag, die vielen Leute und die Atmosphäre waren einzigartig. Die Organisatoren haben mit dem Süpercross einen neuen Massstab gesetzt», erklärt er voller Vorfreude.

Der Älteste der Familie wird als Erster an den Start gehen, dann «gehe ich mit einer Zuckerwatte und Kuhglocken anfeuern». Während der Grossvater seine Runden bereits absolviert hat, wird sich der diesjährige Weltcup-Dritte und Vize-Schweizer-Meister Simon Zahner auf seinen Einsatz im Weltklassefeld der Elite vorbereiten und zuvor Sohn Levin beim Kids-Cross zur Seite stehen.

Das grösste Rennen in der Schweiz

Dass der Süpercross für den vierfachen Familienvater aus Dürnten einen hohen Stellenwert besitzt, hat mitunter verschiedene Gründe. «Es ist das grösste Rennen in der Schweiz und geniesst viel Aufmerksamkeit. Zudem ist das Radquer mit Spitzenleuten besetzt, was es lässig und spannend macht», weiss der 30-Jährige des EKZ Power Team. Letztes Jahr wurde der Zürcher, der im Juli die 4. Etappe der Elsass-Rundfahrt für sich entscheiden konnte, in einem starken und dicht gedrängten Feld Fünfter.

Morgen will er das Weltklassefeld aufmischen, denn: «Ein guter Einstieg ist wichtig, damit die Saison mit Elan angegangen werden kann.» Sein Ziel in Baden ist es, den perfekten Schwung zu holen, um im Januar an der Radcross-Weltmeisterschaft im holländischen Hoogerheide die Spitze zu stürmen. Dafür eignet sich die Strecke rund um die Baldegg bestens. «Der Kurs ist einer der härtesten überhaupt, auch im internationalen Vergleich. Dass er anspruchsvoll ist, das sagen nicht nur die belgischen Fahrer», erklärt der Profi mit einem Schmunzeln.

Mit dem Rückhalt der Familie

Egal, ob auf- oder abwärts, die drei Generationen sind bereit, die intensive Badener Strecke ein weiteres Mal in Angriff zu nehmen. Und mit dem Rückhalt vonseiten der Familie werden Simon Zahner die zu bewältigenden Hindernisse leichter fallen: «Die Familie ist das Wichtigste für mich.»

Aktuelle Nachrichten