Handball
Fabio Madia: «Der Ligaerhalt wäre für uns wie ein Meistertitel»

Die Siggenthaler Handballer setzten sich im letzten NLB-Heimspiel der Saison diskussionslos mit 23:18 gegen den Favoriten aus Schaffhausen durch. Trotzdem müssen sie noch um den Ligaerhalt kämpfen.

Alexander Wagner
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Nicht zu bremsen: Siggenthals Fredi Lampe (Mitte). Alexander Wagner

Nicht zu bremsen: Siggenthals Fredi Lampe (Mitte). Alexander Wagner

Die Aufsteiger legen einen veritablen Endspurt in der Nationalliga B hin: Zuerst setzten sich die Siggenthaler auswärts in Genf gegen Chênois deutlich durch und im letzten Heimspiel der Saison bezwingen sie die Kadetten aus Schaffhausen ebenfalls, ohne auch nur einen Moment zu zittern. Damit haben sie einen wichtigen Schritt in Richtung Ligaerhalt gemacht, geschafft ist es aber trotzdem noch nicht, denn neben dem abgeschlagenen Arbon kämpfen nicht weniger als vier weitere Mannschaften gegen den Abstieg.

Natürlich müssen die Aufsteiger zweigleisig planen. Aber Paul Keller, der seit 17 Jahren mit Herzblut als Präsident den Aufstieg von der 2. Liga in die NLB miterlebte und mitgestaltete, ist überzeugt: «Die Qualität in der Mannschaft bleibt.» Und dies unabhängig von der Liga. Auch unabhängig davon, ob man das grosse Saisonziel erreicht, ist für Trainer Fabio Madia nach dem nächsten Spiel Schluss: Er bringt die grosse zeitliche Belastung nicht mehr mit seinem Beruf als Bauleiter unter einen Hut. «Es tut weh», meint er schon jetzt wehmütig und ergänzt schon wieder kämpferisch: «Der Ligaerhalt wäre für uns wie ein Meistertitel», erklärt der scheidende Trainer.

Man will unbedingt die Derbys

Des einen Leid ist bekanntlich des anderen Freud. Weil sowohl die Suhrer als auch die Endinger den Ligaerhalt nicht geschafft haben, müssen sie eine Etage tiefer antreten. Und falls Möhlin den angestrebten Aufstieg realisiert, wären es mit Zofingen und den Siggenthalern gleich fünf Aargauer Teams in der NLB. Und diese direkten Vergleiche wollen alle, sowohl die Spieler als auch das Umfeld. Das ist ganz deutlich zu spüren und immer wieder Thema.

Jetzt haben es die Siggenthaler selber in der Hand, eine Saison mit vielen Höhepunkten zu erleben. Das letzte Spiel ist heute in einer Woche in der Zentralschweiz gegen Altdorf, die immer noch um den Aufstieg mitspielen. «Vor der Saison hätten wir von so einer Ausgangslage geträumt», erklärt Präsident Paul Keller.

Jetzt müssen die Siggenthaler nur noch schauen, dass es ein traumhaftes Ende und keinen Albtraum zum Saisonabschluss gibt.

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