Automobil
Fabio Leimer: Japanische Super Formula statt Formel 1

«Für mich ist es etwas vom Besten, das infrage kam», freut sich Fabio Leimer über seinen Einstieg in die japanische Super Formula. Zuletzt hatte der Rothrister Schlagzeilen gemacht, weil er offenbar ein Angebot aus der Formel 1 abgelehnt hatte.

Michael Wyss
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Fabio Leimer (Rothrist) wird die Super-Formula-Saison 2015 bestreiten.

Fabio Leimer (Rothrist) wird die Super-Formula-Saison 2015 bestreiten.

JEAN MICHEL LE MEUR / DPPI

Bei seinem Einsatz anlässlich der Langstrecken-WM in Fuji Mitte Oktober hat der 25-jährige Fabio Leimer die Bekanntschaft mit einem Exponenten der Super Formula gemacht. Daraufhin wurde Fabio Leimer im Dezember des vergangenen Jahres vom Team Mugen zu zwei Testtagen eingeladen. «Die Tests sind sehr positiv verlaufen», so Leimer, «deshalb haben wir uns vorerst für eine Zusammenarbeit über ein Jahr entschieden.»

Wie im Profirennsport üblich hatten auch bei diesem Deal finanzielle Überlegungen einen Einfluss. «Das Geld hat aber eine untergeordnete Rolle gespielt», sagt Fabio Leimer, «trotzdem hat sich in Japan vor Ort jemand darum gekümmert, dass ich Sponsoren finde. Das hat super funktioniert.» Um welche Summen es dabei geht, weiss der Rothrister nicht, «ich habe keinen konkreten Einblick ins Management. Ich bin für eine optimale Vorbereitung im Winter und für das Fahren verantwortlich.»

Der Gesamtsieg ist das Ziel

Und bezüglich der sieben Rennen umfassenden Super Formula 2015 hat sich der GP2-Champion von 2013 einiges vorgenommen. «Immer, wenn ich in einer Meisterschaft an den Start gehe, will ich diese gewinnen», sagt Fabio Leimer, «auch wenn es schwierig wird, weil andere Fahrer in dieser Serie schon viel Erfahrung haben. Mich interessiert letztlich nur der erste Platz.» Die Voraussetzungen für Erfolge sind grundsätzlich gut, denn mit dem Team Mugen hat Fabio Leimer eine der besten Equipen von sich überzeugen können. «Das Team hat auch bei mir einen sehr guten Eindruck hinterlassen», sagt Fabio Leimer, dessen neuer Teamkollege der Japaner Naoki Yamamoto ist, «Mugen hat 2013 beispielsweise die Meisterschaft für sich entschieden.»

Obwohl die Einsätze bei Tests und den Super-Formula-Rennen mit längeren Reisen verbunden sind, würde Fabio Leimer noch Zeit übrig bleiben, um andere Engagements einzugehen. Oder bedeutet der Einstieg in die Super Formula sein Ende in der Langstrecken-WM? «Eigentlich nicht, denn es fahren auch einige andere Piloten in beiden Serien mit», sagt Fabio Leimer, «diesbezüglich laufen aber die Verhandlungen noch. Innerhalb der nächsten zwei Wochen sollten wir mehr wissen.»

Vorerst stehen für Leimer Anfang März Tests in Suzuka und Okayama auf dem Programm, am 19. April geht dann das erste Rennen der Super-Formula-Saison in Suzuka über die Bühne.

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