Automobil

Fabio Leimer hakt Formel 1 ab – trotzdem ist seine Zukunft ungewiss

Fabio Leimer geht voller Selbstvertrauen ins 6-Stunden-Rennen von Shanghai.

Fabio Leimer geht voller Selbstvertrauen ins 6-Stunden-Rennen von Shanghai.

Der Rothrister Fabio Leimer fährt am Samstag das 6-Stunden-Rennen in Schanghai. In welche Motorklasse es den 25-Jährigen im nächsten Jahr verschlägt, ist noch völlig offen. Als Alternative sieht Leimer die neu lancierte Formel E.

«Ich bin noch nie auf diesem Rundkurs gefahren», sagt der 25-jährige Rothrister über die Strecke von Shanghai. Nur mit imaginären Rennen auf der Spielkonsole konnte er sich auf den morgigen Wettkampf vorbereiten. «Das ist aber nicht das Gleiche, ich muss mich also überraschen lassen.»

Die angestrebten Ziele, die sich der Pilot von Rebellion Racing mit seinen Teamkollegen Dominik Kraihamer und Andrea Belicchi festgelegt hat, sollen dadurch nicht beeinträchtigt werden. «Wir wollen da ansetzen, womit wir in Fuji aufgehört haben», sagt Fabio Leimer. Beim 6-Stunden-Rennen vor drei Wochen hat das Trio erstmals in dieser Saison die Ziellinie überqueren können. «Für unsere Mechaniker war das ein wichtiger Erfolg, endlich ein Rennen ohne Zwischenfälle zu absolvieren. Das motiviert enorm.» Auch der GP2-Champion des letzten Jahres profitierte vom gelungenen Wochenende. «Fahrerisch habe ich viele Erfahrungen sammeln können. Ich weiss jetzt, wie ich ein 6-Stunden-Rennen angehen muss, das im Vergleich zu normalen Rennen viel länger dauert», sagt Fabio Leimer. Er hoffe nun, diese Erkenntnisse in Schanghai umsetzen zu können.

Formel E als Alternative

Ungewiss sieht bei Fabio Leimer derzeit auch die sportliche Zukunft aus. In welcher Motorsportklasse der Aargauer im kommenden Jahr seine Runden drehen wird, kann er nicht sagen. «Es laufen Verhandlungen über Engagements in verschiedenen Kategorien, aber ein Entscheid wird wohl erst in zwei Monaten gefällt.»

Bestätigen kann er hingegen, dass die Formel 1 momentan kein Thema mehr ist. Die Angebote der beiden Rennställe Marussia und Caterham, die wegen Insolvenz nicht an den Übersee-Rennen teilnehmen, haben sich als zu teuer herausgestellt. «Ich hätte schlicht zu viel bezahlen müssen für das, was am Ende für mich herausgeschaut hätte. So machte ein Engagement keinen Sinn», sagt Fabio Leimer. Angesichts der finanziellen Krise, in der viele Formel-1-Teams stecken, sei er allerdings froh, den Schritt in die Königsklasse des Motorsports nicht unternommen zu haben. «Ich denke, dass ich in der Langstrecken-WM besser aufgehoben bin», sagt Leimer. Die neu lancierte Formel E, deren Premierensaison seit September läuft und im Juni 2015 abgeschlossen wird, stellt hingegen nach wie vor eine valable Alternative dar. «Beim Rennen in Malaysia im November bin ich sicher nicht dabei», sagt Fabio Leimer, «was danach kommt, ist offen und hängt von Verhandlungen ab.» (ZT)

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