Automobil
Fabio Leimer: «Dann wird es eine sehr gute Saison»

Der Rothrister Fabio Leimer steigt mit hohen Erwartungen in Sepang in die neue GP2-Saison. Er setzt sich dabei selber unter Druck, «aber ich bin überzeugt davon, dass es reichen kann.» Damit meint er nichts Geringeres als den Titelgewinn.

Michael Wyss
Drucken
Teilen
Alles bereit für den Start in Sepang: Fabio Leimer steigt voller Zuversicht in die neue Saison.

Alles bereit für den Start in Sepang: Fabio Leimer steigt voller Zuversicht in die neue Saison.

KEYSTONE

Die Situation, in der der Rothrister GP2-Pilot Fabio Leimer steckt, kann nicht gerade als «einfach» bezeichnet werden. Vor seiner vierten Saison in der «Formel-1-Nachwuchsserie» ist sich der 23-Jährige bewusst, dass es für ihn nur ein Ziel geben darf: den Titel.

«Der grösste Druck kommt nicht von aussen, den grössten Druck mache ich mir selber», sagt Fabio Leimer, der zusammen mit seiner Freundin in Rothrist wohnt, «aber ich bin überzeugt davon, dass es reichen kann.»

Die positiven Testtage in Barcelona und Jerez, meine Erfahrung und die des Teams sprechen für uns. Schlägt sich jetzt auch noch das Glück auf meine Seite, dann wird es eine sehr gute Saison werden.»

Guter Start elementar

Fabio Leitmer hofft nicht auf Wunder, er vertraut auf seriöse Arbeit und darauf, dass sich alles irgendwann ausgleicht. Bereits im vergangenen Jahr wollte der Rothrister mit dem spanischen Team von Racing Engineering ganz zuoberst aufs Treppchen, aber irgendwie sollte es nicht sein.

Kleine Fehler, unverschuldete Unfälle und harte Strafen sorgten schnell dafür, dass er die grössten Konkurrenten nur noch von hinten sah – ein Gefühl, das kein Rennfahrer gerne hat.

«Wenn du gut in eine Saison startest, macht das vieles einfacher», weiss der Gesamtsiebte von 2012, «dann bist du nicht ständig unter Zugzwang und kannst dir zwischendurch auch einmal ein weniger gutes Rennen leisten.»

Entsprechend seriös hat er sich auf den Saisonstart von heute in Sepang vorbereitet.

«In Malaysia musst du speziell fit sein, wenn du vorne dabei sein willst», sagt Fabio Leimer, «die Strecke ist eine der anspruchsvollsten überhaupt und die klimatischen Bedingungen sind aussergewöhnlich. Es ist wie in einer Sauna.»

Erneut starke Konkurrenz

Schwierige Situationen sind für den Rothrister aber kein Problem, er ist sie gewohnt. So galt es etwa im vergangenen Herbst karrieretechnisch ernüchternde Tage hinter sich zu bringen.

Fabio Leimer hätte nach drei Jahren GP2 gerne einen Schritt vorwärts gemacht und wäre in die Formel 1 eingestiegen.

«Angebote gab es, aber nur von Teams, die viel Sponsoringgeld verlangen und mit denen du kaum einen Punkt gewinnen kannst», sagt Fabio Leimer, «das war und ist nicht unser Anspruch. Ein Mittelfeldteam müsste es schon sein.»

Deshalb entschieden sich Leimer und sein Umfeld dafür, noch einmal bei Racing Engineering anzuheuern.

«Das wird aber zu 99,9 Prozent meine letzte Saison in der GP2 sein», so der 23-Jährige, der den Briten James Calado, den Schweden Marcus Ericsson und den Brasilianer Felipe Nasr als grösste Konkurrenten im Kampf um den Gesamtsieg sieht.

Und wenn der Durchbruch erneut nicht gelingen sollte? «Darüber mache ich mir momentan keine Gedanken», sagt Fabio Leimer, «ich bin positiver Dinge.»

Aktuelle Nachrichten