Schaffhausen. Hier ist Gianluca Frontino zur Welt gekommen, hier hatte er beim FC Schaffhausen seine beste Zeit. Hier erzählt mir Frontino von seiner Karriere. Von einer paradoxen Welt in der Challenge League, wo man fussballerisch ein Niemand ist und dennoch von Fremden als «Hurensohn» bezeichnet wird. Eine Liga, in welcher die Vereine verlangen, sich als Musterprofi zu verhalten und dennoch Löhne an der Grenze zum Existenzminimum bezahlen.

Im März haben Sie in einem Interview nach Ihrem verkündeten Rücktritt gesagt, wie Ihr perfekter letzter Arbeitstag als Fussballer aussieht: «Es ist der 2. Juni, wir empfangen im Brügglifeld Xamax oder GC zum Barrage-Rückspiel, ich stehe in der Startelf und am Ende steigen wir auf.»

Gianluca Frontino: So nah dran, aber leider klappte es halt doch nicht ganz. Wir waren aber selbst dumm, wirklich einfach sehr dumm.

«Es tut brutal weh, es brennt richtig»: FCA-Captain Gianluca Frontino über die Niederlage

«Es tut brutal weh, es brennt richtig»: FCA-Captain Gianluca Frontino über die Niederlage gegen Xamax. (2. Juni 2019)

Nahe dran waren Sie auch, als Sie in der Verlängerung den Ball ans Lattenkreuz gehauen haben. Sind Sie der Fussballer, der einfach immer nur nah dran war? Frontino, der Unvollendete.

Ja, es hat wirklich gepasst, dieser Pfostenschuss. Zu mir, zu meiner Karriere. Es wäre schön, wäre es anders gewesen. Ich bin aber froh, hatte ich noch einen solchen Abschluss, den ich nicht vergessen werde. Das Spiel wird niemand mehr vergessen. Es ist zwar hart, aber das bleibt in Erinnerung.

In Erinnerung bleiben Sie aber auch als grosses Talent, welches den Durchbruch nie richtig geschafft hat. Sie haben immerhin mit 16 Jahren Ihren ersten Profi-Vertrag bei GC unterschrieben. Was hat Ihnen gefehlt, um den ganz grossen Schritt zu schaffen?

Vielleicht etwas die Mentalität. Ich ging nicht über Leichen, um was weiss ich zu werden. Ich wollte nie Stress mit den Leuten.

«Ellbögeln» ist elementar im Profifussball.

Ausser du bist Messi und nimmst einfach alle auseinander.

Haben Sie es je bereut, dass Sie nie der waren, der absolut alles für seine Karriere getan hätte?

Gar nicht. Ich konnte mehr als zehn Jahre lang davon leben. Ich bereue es null. Klar, ich denke, es wäre mehr möglich gewesen. Aber ich bin jetzt an einem Punkt, an dem ich voll zufrieden bin mit meinem Leben.

Das ist aber fast schon verschwendetes Talent. 

Ich denke, viele hätten nur schon gerne das erreicht, was ich habe. Es war keine Topkarriere, aber ich konnte von meinem Hobby leben. Das war für mich das Wichtigste. Ich habe es nie wegen dem Geld gemacht.

Aber Sie haben bestimmt gut verdient?

Ich hatte ab dem Transfer in die Super League zum FC Thun einen Lohn, von dem ich sagen konnte: Das ist mehr, als wenn ich «normal» arbeiten gehen würde.

Und davor?

In meiner ersten Zeit bei Schaffhausen, mit 20 Jahren, habe ich 800 Franken pro Monat erhalten. Danach habe ich ein Jahr Amateurfussball gespielt und als ich zurück kam, waren es dann 3000 Franken.

Mit 3000 Franken kann man kaum leben, waren Sie stark unterbezahlt?

Ich würde mal sagen, das ist bei Vereinen wie dem FC Schaffhausen der Durchschnittslohn. Das ist Horror, es ist lächerlich. Die Vereine erwarten von den Spielern höchste Seriosität, Professionalität, du darfst auf keinem Fall etwas neben dem Fussball machen, weil du dich fokussieren sollst. Aber entlöhnt wirst du schlecht, wirklich schlecht.

Gianluca Frontino im Einsatz für den FC Schaffhausen 2012 im Cup gegen GC.

Gianluca Frontino im Einsatz für den FC Schaffhausen 2012 im Cup gegen GC.

Und das als Fussballprofi.

Das ist genau der Punkt. Man verlangt von den Spielern, dass sie Profis sind. Man darf sie kritisieren, man darf sie über die sozialen Medien übelst beleidigen. Auch im Stadion wirst du halt einfach mal als «Hurensohn» bezeichnet. Eigentlich bist du als Fussballer in der Challenge League aber ein Niemand.

Die Proportionen stimmen nicht. 

Ich kenne Spieler, die mit 28, 29 Jahren in der Challenge League höchstens 4000 Franken verdient haben. Sie haben keine andere Möglichkeiten und verdienen auch sonst nichts mit Sponsoren oder durch andere Einnahmequellen. Was kaum einer weiss: Die meisten Jungs haben einen Riesenaufwand und verdienen einen Scheissdreck. Im Schutz der Vereine muss ich allerdings sagen: Die Spieler sind selbst schuld, weil sie diese Verträge unterschreiben. Ich war auch einer von denen, mit 22, 23. Ich hatte das Gefühl, ich kann noch etwas erreichen.

Wieso tut man sich das an?

Das Leben als Fussballer ist einfach geil. Du machst einfach das, was du liebst. Es ist dein Hobby, welches du jeden Tag machen kannst. Und du wirst noch entlöhnt. Das ist wirklich geil, aber wenn du etwas für die Zukunft machen möchtest, ist es nicht optimal.

Hätten Sie bei anderen Vereinen nicht deutlich mehr verdient? 

Ich hatte damals verschiedene Angebote, wo ich sicher das Doppelte verdient hätte. Aber ich fühlte mich wohl in Schaffhausen, hatte Spass mit der Mannschaft und wollte gar nicht weg.

Hätten Sie rückblickend nach dem knapp verpassten Aufstieg mit dem FC Aarau nicht doch lieber weitergemacht? Es sind jetzt zehn Wochen vergangen seit Ihrem letzen Profispiel.

Nein, keine Sekunde lang. Es ist kein Bereuen da, gar gar nichts. Ich habe ja Super League gespielt, es war für mich nicht der Riesenreiz, mal noch in diese Liga zu kommen. Es war einfach Zeit, in einer anderen Funktion tätig zu sein. Ich wäre nicht mehr in die Bundesliga gewechselt. Ich wäre kein grossartiger Super-League-Spieler mehr geworden.

Wann haben Sie das realisiert?

Bei meinem Wechsel von Winterthur nach Aarau vor zwei Jahren habe ich mir ein letztes grosses Ziel gesetzt: mit dem FCA in die Super League aufzusteigen.

2017/18 war es bloss Rang 6 …

… und letzte Saison starteten wir mit sechs Niederlagen in Serie. Da habe ich mir schon überlegt: War es das? Wir haben uns ja dann wieder gefangen, aber alleine die Tatsache, dass ich mir Gedanken über einen Rücktritt machte, war für mich schon ein Zeichen.

Sie sind mit 21 schon mal zurückgetreten. Gibt es erneut ein Comeback?

Nein, jetzt ist definitiv fertig. Keine Chance, dass ich nochmals als Spieler ins Profigeschäft zurückkomme.

Haben Sie das Fussball-Business satt?

Nein, ich musste mich einfach entscheiden, was ich nun mache. Was bringt mir etwas für die Zukunft? Wenn ich in fünf Jahren Trainer in der Super League oder Challenge League sein kann, werde ich das machen, weil ich den Fussball liebe. Ich habe lediglich meine Rolle als Spieler satt.

«Ein Freigeist, Regisseur, ein Denker und Lenker» – Ruedi Kuhn bedauert den überraschende Rücktritt von Gianluca Frontino auf Ende Saison.

«Ein Freigeist, Regisseur, ein Denker und Lenker» – die AZ-Sportreporter bedauern den überraschende Rücktritt von Gianluca Frontino.

FCA-Talk vom 14. März 2019 mit den AZ-Sportredaktoren Sebastian Wendel und Ruedi Kuhn.

Sie wirken sehr gefasst, Ihre Entscheidung durchdacht.

Ich habe den Fussball als Job nie nah an mich rangelassen. Klar war es mein Beruf, aber für mich war es immer auch ein Spiel. So sollte man denken, dass es ein Spiel ist. Man sollte Spektakel bieten und sich nicht zu sehr aufs Resultat orientieren. Dass ich eher der Spektakeltyp war, ist mir sicher nicht entgegengekommen. Die Trainer brauchen halt Resultate und kein Spektakel.

Wie sind Sie mit Niederlagen umgegangen?

Ich habe immer darauf geachtet, dass sie mein Leben nicht in den Griff bekommen. Natürlich war es doof, wenn du verloren hast, aber es darf einfach dein Privatleben nicht gefährden. 
Mit meiner Einstellung zum Fussball als Spiel habe ich nie gross Druck verspürt.

Auch nicht in jungen Jahren, als Ihnen jeder sagte, Sie sind besser als andere?

Damals vielleicht schon noch, deshalb habe ich mit 20 Jahren auch ein erstes Mal eine Pause eingelegt. Nach diesem Jahr Amateurfussball habe ich gemerkt, dass es noch andere, wichtigere Dinge gibt als Fussball.

Was ging damals in Ihrem Kopf vor, als Sie als Teenager plötzlich überall umworben waren? 

Ich war ziemlich scheu. Ich habe nie gross mit den Leuten gesprochen, aber da standen plötzlich einige Berater auf der Matte. Die sagen dir: Du bist der Beste, du bist dies, du bist das. Aber ich habe das nie richtig an mich rangelassen, es war mir nie wichtig, was sie gesagt haben.

Und dann sind Sie 18 Jahre alt, haben keine Ahnung und müssen sich für einen Berater entscheiden.

So ist es und ich habe eine Scheiss-Wahl getroffen.

Was ist geschehen?

Ich war 2008 an Lecce ausgeliehen. Sie wollten mich behalten, aber mein damaliger Berater verlangte für sich selbst zu viel Geld. Ich wusste nichts davon.

Da haben Sie ihn alleine verhandeln lassen?

Genau, ich habe meinem Berater gesagt, dass ich gerne bleiben würde. Mir war sogar der Lohn egal. Ich wollte nicht mehr Geld oder sowas, ich wollte einfach nur bleiben. Es sah alles danach aus, als könnte ich bleiben.

Und dann?

Im letzten Moment hat mich Erich Vogel (damals GC-Sportchef, die Red.) angerufen und gesagt: Du musst ins Büro kommen. Dann hat er mir erklärt, dass der Transfer nicht zustande komme. Als ich wissen wollte, weshalb, sagte er nur, ich müsse meinen Berater fragen.

Wie hat dieser sich gerechtfertigt?

Ich habe ihn angerufen. Immer wieder. Er hat nie abgenommen. Seit diesem Tag habe ich ihn nie mehr gesehen. Ich kenne bis heute seine Version des Falles nicht.

Haben Sie nicht gemerkt, dass Sie einen Spielerberater haben, dem Sie nicht vertrauen können?

Er kam damals mit seinem Bruder und Vater auf mich zu. Sie machten einen seriösen Eindruck. Meine Eltern waren natürlich schon dabei, aber sie hätten mir nie reingesprochen. Ich hatte ein gutes Gefühl bei den Beratern, aber ich täuschte mich.

Waren Sie nie skeptisch, dass Spielerberater mit Fussballern sehr viel Geld verdienen?

Ganz ehrlich, der Berater wird ja von den Vereinen bezahlt. Selbst wenn der Berater dank mir 4-5 Millionen Franken einnehmen sollte, bin ich der erste, der gratuliert. Der Transfer darf einfach nie scheitern, weil er zu viel will. Es ist mir eigentlich scheissegal, was er verdient, solange er die Interessen des Spielers über seine eigenen stellt.

Verdienen Berater zu viel?

Das ist halt der Markt. Am Ende sind die Vereine dumm, wenn sie so viel Geld bezahlen. Die Berater machen alles richtig. Denn so viel müssen sie auf Stufe Challenge League oder Super League nicht machen.

Haben Sie nach diesen ersten Erfahrungen auf einen neuen Berater verzichtet?

Danach hatte ich Glück und einen Berater gefunden, der immer für mich da war und mir zum Karriereende auch den Job als Versicherungsberater besorgt hat.

Ich hätte dem kreativen Freigeist Gianluca Frontino jetzt nicht gerade einen Bürojob bei einer Versicherung empfohlen. 

Ich hatte keine 15 Jobangebote und konnte auswählen. Ich habe das Handelsdiplom abgeschlossen, das ist jetzt aber auch zehn Jahre her. Ich muss froh sein, habe ich etwas gefunden. Bis jetzt bereue ich den Entscheid überhaupt nicht.

War es schwierig, sich in einem «normalen» Job zurechtzufinden?

Ich musste vor allem lernen, zu lernen. Im Fussball musste ich das nicht mehr. Wie schaffe ich es, dass ich zwei Stunden konzentriert bin, ohne abzuschweifen mit den Gedanken? Ich musste mein Hirn als Fussballer nicht mehr anstrengen. Als Spieler befasst du dich auch nicht so sehr mit den Trainings, du strengst dich schon an, aber nicht im Kopf. Du bist fokussiert, klar, aber es war keine mentale Anstrengung. Ich musste mich nicht hoch konzentrieren. Ich konnte dank meiner Begabung auch einen guten Pass ohne volle Konzentration spielen.

Frontino bejubelt einen Treffer für den FC Thun gegen Vaduz.

Frontino bejubelt einen Treffer für den FC Thun gegen Vaduz.

Können Sie überhaupt mit anderen Geräten als dem Fussball umgehen?

Zum Beispiel Outlook musste ich noch lernen. Computer-Sachen habe ich doch nie gebraucht. Ich habe für mich auch gedacht, bin ich eigentlich komplett behämmert, checke ich wirklich nichts? Kann doch nicht sein, dass ich am PC nichts kapiere. Aber ich habe es halt nie gebraucht. Mittlerweile geht alles schon ohne Probleme. Für die Leute ist es selbstverständlich und für mich war es so: Fuck, wie mache ich das? Das sind ja eigentlich die einfachsten Sachen und schon damit hatte ich Mühe.

Und was bringst es im Berufsleben für Vorteile, wenn man Ex-Profi ist? 

Ich bin mich schon mein ganzes Leben daran gewohnt, im Team zu agieren, Ziele gemeinsam zu verfolgen. Und ich bin äusserst anpassungsfähig, kann mit Stresssituationen umgehen und habe gelernt, immer unkompliziert und offen zu sein.

Wie fühlt es sich an, wenn die Arbeit plötzlich etwas anderes ist als das grösste Hobby?

Ich bin immer noch in den Startlöchern und es ist schwierig einzuschätzen. Deshalb bin ich aber nebenbei gerne noch Amateur-Trainer, denn eigentlich spreche ich im Berufsleben den ganzen Tag über Sachen, die ich noch nicht verstehe. Ich muss mich sehr anstrengen, um diese Zusammenhänge zu verstehen. Dann ist das Training am Abend einfach nur zum Geniessen. Dann spreche ich wieder über das, was ich eigentlich am besten kann. Der Fussball ist einfach ein Bestandteil von meinem Leben.

Also vermissen Sie den Profifussball schon etwas?

Klar gibt es Dinge, die ich vermisse. Die Garderobe, das tägliche Zusammensein mit den Jungs. Und jeden Tag den Ball am Fuss zu haben. Früher hatten wir jeden Tag Training, das fehlt mir heute. Jetzt habe ich das nur noch zweimal in der Woche. Es ist schon anders.

Gibt es Dinge vom Profi-Fussball, die Sie nicht vermissen?

Den Neid. Von Mitmenschen, von Mitspielern. Das war schon immer spürbar. Zudem ist man als Fussballer nicht sehr flexibel. Dann heisst es: Dienstag ist frei, und dann ist es das doch nicht. Man ist immer auf Abruf. Du verlierst und dann musst du hoffen, dass der Plan gleich bleibt. Vom Resultat war dann halt die ganze Woche abhängig. Das letzte Spiel vor der Nati-Pause war immer sehr wichtig. Du hast gewusst, wenn du das verlierst, hast du plötzlich statt drei Tage halt nur zwei Tage frei. Und dann hattest du vielleicht schon was gebucht und warst plötzlich im Scheiss.

War es schwierig, aus der oft genannten Fussballer-Bubble auszubrechen? 

Du sprichst mit deinem Teamkollegen halt ausschliesslich über Fussball. Die Themen sind dann heute im Training dies, das letzte Mal am Match das, du redest selten über andere Dinge. Wenn du dann plötzlich mit Leuten ausserhalb dieser Blase über andere Sachen sprichst, hast du plötzlich das Gefühl, du bist fehl am Platz, weil du dich nicht gewohnt bist, über andere Dinge du sprechen.

Weil im Fussball-Business vieles so oberflächlich ist? 

Den meisten vertraust du nicht viel an. Es ist schwer, sich zu öffnen, denn morgen ist der Teamkollege vielleicht schon gar nicht mehr da. Aber klar, ich habe auch sehr gute Freunde im Fussball kennengelernt. Aber das ist dann doch eher der Einzelfall.

Wie viel Zeit verbringt man tatsächlich zusammen? 

Du hockst tatsächlich den ganzen Tag aufeinander. Du hast am Morgen Training, gehst zusammen Mittagessen, Nachmittagstraining und am Abend auch noch oft zusammen Nachtessen.

Und dann noch die Trainingslager.

Im Trainingslager, da gehst du hin, mit dem obersten Ziel, fit zu werden. Aber du kriegst dann schon so deine Abende, um die Sau rauszulassen. Man kann auch mal ein Bier trinken, das ist kein Problem ...

... und rauchen? Fussballer dürfen nicht rauchen. 

Hör auf! Man macht es zwar versteckt, aber man macht es. 
Und ich rede hier nicht von Einzelfällen.

Ihr wart bestimmt auch sonst nicht immer brav?

Natürlich nicht, das ist überall so. Es musste sich einfach in Grenzen halten. Wir sind auch in den Ausgang und da sind Sachen im Hotel passiert ... aber ich will da jetzt nicht ins Detail gehen. (lacht)

Nun haben Sie die Seite gewechselt, sind Spielertrainer beim FC Diessenhofen in der 2. Liga. Statt Profis haben Sie nur noch Amateure um sich herum. Wie ist es, wenn Sie als Trainer nicht die Qualität zur Verfügung haben, die Sie sich gewohnt waren?

Ich habe mich sehr lange damit befasst. Es gelingt mir, die Ruhe zu behalten, auch wenn einer zweimal den gleichen Fehler macht. Das Ziel muss einfach sein, die Spieler besser zu machen. Ende Saison soll jeder einen Fortschritt machen.

Was hätten Sie dem 18-jährigen Gianluca Frontino für einen Tipp gegeben? 

Den gleichen wie Ricci Cabanas mir damals gab. Er fragte mich: «Willst du spielen?» «Sicher will ich spielen», antwortete ich und er sagte: «Dann hau mal zwei, drei um im Training. Zeig, dass du hier bist.»

Dann wären wir wieder beim «Ellbögeln».

Genau. Ich hätte noch frecher, noch mutiger sein sollen. Das ist das, was die Jungen heute sehr gut machen: Sie sind frecher. Sie trauen sich viel zu und das sind diejenigen, die schlussendlich den Weg nach ganz oben machen.