Faustball
Es soll wieder Medaillen geben für den STV Oberentfelden

Am letzten Wochenende im November starten sowohl die Männer, als auch die Frauen des STV Oberentfelden in die neue Nationalliga-A-Saison. Trotz einer nicht ganz optimalen Vorbereitung, wollen beide Teams um die Medaillen spielen.

Fabio Baranzini
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Angreifer Kevin Hagen kann seine Teamkollegen nach überstandener Rückenverletzung wieder unterstützen.

Angreifer Kevin Hagen kann seine Teamkollegen nach überstandener Rückenverletzung wieder unterstützen.

Fabio Baranzini

Wenn die neue Faustball-Hallensaison losgeht, hat die Hälfte des Frauenteams des STV Oberentfelden-Amsteg erst wenige Hallentrainings absolviert. Dies hat aber einen guten Grund: Die Schwestern Fabienne und Jaqueline Fedier, Andrea Gerber, Sabrina Siegenthaler und Trainer Benjamin Marti-Suter waren mit der Schweizer Nationalmannschaft Ende Oktober an die WM in Brasilien gereist, wo sie die Bronzemedaille gewonnen haben.

Das Quintett ist daher erst nach der Rückkehr Mitte November ins Hallentraining eingestiegen. «Das ist natürlich nicht optimal, denn die Umstellung vom Feld in die Halle ist nicht zu unterschätzen», sagt Marti-Suter. «Aber wir sind erfahren genug, um die kurze Vorbereitung kompensieren zu können, wenn wir die richtige Einstellung an den Tag legen.»

Sabrina Siegenthaler hat nach ihrem WM-Einsatz in Brasilien erst wenige Trainings in der Halle hinter sich. Mit ihren Teamkolleginnen will sie aber dennoch um die Medaillen mitspielen.

Sabrina Siegenthaler hat nach ihrem WM-Einsatz in Brasilien erst wenige Trainings in der Halle hinter sich. Mit ihren Teamkolleginnen will sie aber dennoch um die Medaillen mitspielen.

Fabio Baranzini

Michelle Fedier kehrt zurück

Im Hinblick auf die bevorstehende Hallensaison haben sich die Oberentfelderinnen verstärken können. Neu zum Team gestossen ist Michelle Fedier, die älteste Schwester des Fedier-Trios. Sie spielte bereits früher für den STV Oberentfelden-Amsteg (2006-2010), lief danach für Schlieren auf und kehrt nun nach einem längeren Auslandaufenthalt zu Oberentfelden zurück. Die ehemalige Angreiferin der Schweizer Nationalmannschaft wird bei Oberentfelden auf eigenen Wunsch neu eine defensive Rolle übernehmen. Trainer Benjamin Marti-Suter freut sich über den Neuzugang. «Wir können von ihrer Erfahrung profitieren und haben so auch einen grösseren Konkurrenzkampf um die Plätze in der Startformation», so Marti-Suter, der mit seinem Team die Teilnahme an der Finalrunde anstrebt.

Den Titel nehmen die Oberentfelderinnen bewusst nicht ins Visier, obwohl sie im vergangenen Winter sehr nahe dran waren. Damals gewannen sie die Qualifikation überlegen und mussten sich erst im Final Erzrivale Jona geschlagen geben. «Für den Titel muss extrem viel zusammenpassen. Aber wir haben schon den Anspruch, zu den Titelkandidaten zu gehören», sagt Marti-Suter. Dies können die Oberentfelderinnen am ersten Spieltag gegen Embrach und Diepoldsau unter Beweis stellen.

Zwei Siege zum Auftakt

Am selben Wochenende starten auch die Männer in die neue Saison. Aufgrund einer Modusänderung werden in diesem Jahr doppelt so viele Qualifkationsrunden gespielt – die Teams treffen zwei Mal aufeinander – und es werden zudem neu Doppelrunden ausgetragen. «Das wird für uns sehr intensiv, da wir so vier Matches pro Wochenende bestreiten. Das kostet viel Kraft», sagt Trainer Christian Zbinden. «Dass wir mehr Partien haben, macht die Sache aber fairer.»

Die Oberentfelder, die zuletzt mit Personalproblemen zu kämpfen hatten, können wieder auf Angreifer Kevin Hagen und Zuspieler Kevin Nützi zählen, die zuletzt verletzt waren. Wieder mit dabei ist zudem auch Pascal Böni, der nach einer gut zweijährigen, berufsbedingten Auszeit in die erste Mannschaft zurückkehrt. Er ersetzt Brian Häfliger, der aus zeitlichen Gründen neu in der zweiten Equipe spielen wird. Dasselbe gilt für Angreifer Dominik Gugerli. Die beiden werden jedoch bei Bedarf in der NLA-Mannschaft aushelfen.

Das Team von Christian Zbinden, das in der letzten Hallensaison völlig überraschend den Schweizer Meistertitel gewonnen hatte, will in der ersten Doppelrunde der Saison zwei Siege einfahren. «Wenn wir von den vier Partien zwei gewinnen, ist das super. Damit schaffen wir eine solide Basis, damit wir in der Vorrunde die Top 4 erreichen und am Finalevent um die Medaillen spielen können», so Zbinden. Die Titelverteidigung ist nach den personellen Wechseln allerdings kein Thema.

Weitere Informationen unter: www.faustballcenter.ch